In jungen Jahren und meist zur Nacht stahl sich Wolfgang Rihm in eine Karlsruher Kirche und improvisierte stundenlang an der Orgel.

Wolfgang Rihm (* 1952)

"Fantasie" (1968)
Dominik Susteck, Orgel
(Aufnahme: November 2011, Kunst-Station Sankt Peter Köln)

"Bann, Nachtschwärmerei" (1980)
Thomas Daniel Schlee, Orgel
(Aufnahme: 19. Februar 1989, Schauspielhaus Berlin)

"Parusie" op. 5 (1970)
Martin Schmeding, Orgel
(Aufnahme: Februar 2018, Pfarrkirche St. Stephan Karlsruhe)

"Toccata über B-A-C-H" (Improvisation, um 1970)
Wolfgang Rihm, Orgel
(Aufnahme: um 1970, St. Peter und Paul, Karlsruhe-Durlach, Selbstaufnahme des Komponisten)

"Sinfoniae I" (Missa) (1971/72)
Peter Schwarz, Orgel
(Aufnahme: 15. Juni 1972, Sebalduskirche Nürnberg)

"Siebengestalt" (1974)
Zsigmond Szathmáry, Orgel
Gyula Rácz, Tam-Tam
(Aufnahme: 27. September 1983, Herz-Jesu-Kirche Stuttgart)

"Toccata, Fuge und Postludium" (2012)
Carsten Wiebusch, Orgel
(Aufnahme: 15. März 2013, Christuskirche Karlsruhe)

"Orgel hatte immer etwas Lustvolles für mich, etwas tränenfroh Wildes", sagte Wolfgang Rihm Anfang der 1980er Jahre, als er sein Oeuvre für die Königin der Instrumente schon abgeschlossen hatte. Denn längst stand ihm nun das zur Verfügung, was zwanzig Jahre zuvor tausende von selbstgespielten Pfeifen leisten mussten: "Die Orgel war auch mein Orchester, das man mir damals noch nicht geben wollte, was ja normal ist."

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 24.02.2022, 20:04 Uhr.