"Generationenvertrag" - so war das Eröffnungskonzert der Geigen-Meisterkurse der Kronberg Academy im vergangenen Sommer übertitelt. Erneut trafen namhafte Profis auf den Nachwuchs - und spannten einen musikalischen Bogen von Brahms bis Bartók.

Brahms: 1. Violinsonate A-Dur op. 100
Anna Agafia Egholm, Violine
Miki Aoki, Klavier

Eugène-Auguste Ysaÿe: Sonate a-Moll für zwei Violinen op. Posth
Mihaela Martin, Violine
Stephen Waarts, Violine

Béla Bartók: 1. Violinsonate Sz 75
Kolja Blacher, Violine
Yukako Morikawa, Klavier

(Aufnahme vom 13. Juni 2021 aus der Stadthalle Kronberg)

"Cellohauptstadt der Welt" hat der legendäre Cellist Mstislaw Rostropowitsch die Stadt Kronberg einst getauft. Vor fast 30 Jahren hat er in der beschaulichen Taunus-Stadt die privat finanzierte Kronberg Academy mit initiiert - Förderstätte zunächst für den hochbegabten Cello-Nachwuchs, inzwischen auch für die übrigen Streichinstrumentalisten. In Kursen lernen sie von den Profis - und treten gemeinsam in Konzerten auf.

Und so trafen bei den "Geigen Meisterkursen & Konzerten" diesmal die Koryphäen Kolja Blacher und Mihaela Martin auf Nachwuchs-Künstler*innen wie die Dänin Anna Egholm und den Amerikaner Stephen Waarts. Mitgebracht hatten sie unter anderem die erste Violinsonate von Johannes Brahms, die sein Biograf Max Kalbeck einmal treffend als ein "doppeltes Lenzlied" bezeichnet hat, "das die Vergangenheit mit der Gegenwart wieder zum Blühen bringt und dabei an die Hinfälligkeit der Zeiten mahnt".

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 19.06.2022, 20:04 Uhr.