Am 12. Mai wäre der 1921 in Krefeld geborene Künstler Joseph Beuys hundert Jahre alt geworden. Musik, und noch mehr Klänge und Geräusche, spielen in seinem Werk immer mal wieder eine exponierte Rolle.

Dieter Schnebel (1930-2018): "Trauermarsch (für Joseph Beuys)" aus "Bagatellen" (1986) für Klavier
Hermann Kretzschmar, Klavier
(Aufnahme vom 3. April 2012, hr-Sendesaal, Frankfurt am Main)

Franz Hummel (*1939): "Geschichte hinter uns. Fonds". Sinfonisches Fragment in memoriam Joseph Beuys (1992) für Stimme und Orchester
Sunnyi Melles, Stimme
Orchester des Staatstheaters Kassel
Dirigent: Bernhard Lang
(Live-Aufnahme vom 14. Juni 1992 Staatstheater Kassel durch den Hessischen Rundfunk)

Matthias Pintscher (*1971): "Dernier espace avec introspecteur" (1994). Betrachtung einer Raumplastik von Joseph Beuys für Akkordeon und Violoncello
Teodoro Anzellotti, Akkordeon
Rohan de Saram, Violoncello
(Aufnahme vom 14. Dezember 2000, WDR Funkhaus Wallrafplatz, Köln)

Bernd Franke (*1959): "half-way house - SOLOXFACH" (für Joseph Beuys) (2003)
Simultanversion für elektrische Gitarre, E-Bass und Zuspielband
Duo Conradi-Gehlen (Stefan Conradi, Gitarre; Bernd Gehlen, E-Bass)
(Aufnahme vom März 2005, Sendesaal Radio Bremen)

Matthias Pintscher: "Towards Osiris" (2005) für Orchester
Ensemble Modern Orchestra
Dirigent: Pierre Boulez
(Live-Aufnahme vom 1. Oktober 2007, Alte Oper, Frankfurt am Main)

Überdies ist - neben Filz und Fett - die (eigene) Stimme für ihn ein ganz zentrales Arbeitsmaterial. Klar, dass er auch wegen der akustischen Komponenten seiner "Sozialen Plastik" Komponisten zu eigenen ästhetischen Positionen stimuliert hat. Mit den Mitteln des Musikers fixieren sie ausgesuchte Aspekte aus seinem Oeuvre, transportieren manch Besonderheit der Kunstfigur Beuys und fungieren als hörbare Trägerwellen seines plastischen Denkens.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 20.05.2021, 20:04 Uhr.

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