Nach Grußworten von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Mateusz Morawiecki, dem Ministerpräsidenten der Republik Polen, wird mit diesem Konzert des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau gedacht. Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ist seit seiner Befreiung am 27. Januar 1945 zum Symbol für den Massenmord der Nationalsozialisten an Juden, Sinti und Roma und anderen Verfolgten geworden. 75 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs und damit des menschenverachtenden NS-Regimes bleibt der 27. Januar einer der wichtigsten Gedenktage in Deutschland.

Thomas Quasthoff, Sprecher
Herren des Staatsopernchores
Staatskapelle Berlin
Leitung: Daniel Barenboim

Schönberg: Ein Überlebender aus Warschau op. 46
Beethoven: 3. Sinfonie Es-Dur op. 55 "Eroica"

(Zeitversetzte Übertragung aus der Staatsoper Unter den Linden in Berlin)

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Es sind die Gesten, die wichtig sind!" - Daniel Barenboim zum Antisemitismus heute

Daniel Barenboim dirigiert.
Ende des Audiobeitrags

Der Erlös des heutigen Benefizkonzerts kommt der "Auschwitz-Birkenau Foundation" zugute. Die 2009 vom ehemaligen polnischen Außenminister und Auschwitz-Überlebenden Władysław Bartoszewski ins Leben gerufene Stiftung verfolgt das Ziel, die Erinnerung an diesen Ort, der zum Inbegriff der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft und des Holocaust geworden ist, dauerhaft wach zu halten. Mit den Erlösen aus dem Benefizkonzert soll es Jugendgruppen aus der Bundesrepublik Deutschland und den europäischen Nachbarländern ermöglicht werden, sich unmittelbar mit der Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers auseinanderzusetzen und das Verantwortungsbewusstsein für alle Mitmenschen im Sinne demokratischer Werte wie der Menschenrechte zu stärken.

Daniel Barenboim ist besorgt über das Aufkommen eines neuen, hochgefährlichen Antisemitismus in Deutschland. Und im Zusammenhang mit dem Gedenkkonzert appelliert er: "Wir alle müssen dieser neuen Gefahr geschlossen und entschieden entgegentreten. Wir dürfen die nationalistische Agitation nicht apathisch hinnehmen, uns nicht gleichschalten lassen. Dafür ist Bildung entscheidend, denn Bildung verhilft uns nicht nur zu Informationen, sondern weckt auch unsere Neugier und fordert uns zum Denken heraus. Bildung ist die beste Versicherung gegen Völkerhass, Totalitarismus, Faschismus und Nationalsozialismus."

Anschließend, ab ca. 21.30 Uhr:
Ullmann: 3. Klaviersonate op. 26 (Edith Kraus)
Haas: Scherzo triste op. 5 (Staatsphilharmonie Brünn / Israel Yinon)
G. Klein: Streichtrio (Ensemble Villa Musica)
Ullmann: Six Sonnets op. 34 Nr. 1-5 (Christina Landshamer, Sopran / Gerold Huber, Klavier)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 27.01.2020, 20:04 Uhr.

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit