Ein fünfstimmiger Chor verschmilzt in Brahms' "Begräbnisgesang" mit Blasinstrumenten und Pauken zu satten, dunklen Farben. Bereits als junger Komponist und Chorleiter erwies sich Brahms damit als Meister darin, Chor und Instrumente zu kombinieren.

Mari Eriksmoen, Sopran
Andrè Schuen, Bariton
Pygmalion Ensemble
Leitung: Raphaël Pichon

Mendelssohn: Mitten wir im Leben sind aus "Drei Kirchenmusiken" op. 23 Nr. 3
Brahms: Begräbnisgesang op. 13
Brahms: Ein Deutsches Requiem op. 45

(Aufnahme vom 13. November 2021 aus dem Concertgebouw)

Zehn Jahre später setzt Brahms die außergewöhnliche Couleur fort und erweitert sie in seinem "Deutschen Requiem". Hier erklingt ein volles Orchester mit Streichern - aber Brahms verzichtet bewusst auf die Violinen. Die "Kirchenmusiken" von Felix Mendelssohn Bartholdy, von denen eine das Konzert aus Amsterdam eröffnet, zeugen von dessen Liebe zur Musik von Heinrich Schütz.

Anschließend, ab ca. 21:35 Uhr:
Bach/Busoni: Chaconne aus der 2. Partita d-Moll BWV 1004 für Violine solo, bearbeitet für Klavier (Jewgenij Kissin)
Fuchs: Klarinettenquintett Es-Dur op. 102 (Sebastian Manz / Danish String Quartet)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 07.03.2022, 20:04 Uhr.