Nein, "paradiesisch" ist so ziemlich gar nichts im Moment, wenn man auf die allgemeine Weltlage schaut. Trotzdem und gerade deshalb hat das im Rhein-Main-Gebiet ansässige Bridges-Kammerorchester sein großes Jahreskonzert mit dem Titel "Paradise" überschrieben.

Bridges-Kammerorchester und Gäste
Dirigent: Harish Shankar

Andrés Rosales: La Suite
Daniel Osorio: Carnaval
Khaled Al Amir: Der letzte Tanz aus dem Film "Tänzerin und Politikerin"
traditional: Paradeis, Sokole und Miniyamba
trad. Kurdisch: Qumrike
Ilias Ionakis: Ratsenitsa
Üzeyir Əbdul Hüseyn oğlu
Hacıbəyov: Koroğlu üçün uvertüra

(Aufnahme vom 21. April 2022 aus dem hr-Sendesaal in Frankfurt)

Das Bridges-Kammerorchester möchte mit dem Konzertmotto "Paradise" ein Zeichen von Aufbruch und Lebensfreude setzen, nach zwei Jahren Pandemie. Und ein Zeichen der Hoffnung, im Angesicht eines verheerenden Angriffskrieges in Europa. Die beinahe schon trotzige Botschaft lautet: Doch, ein friedliches Zusammenleben ist möglich!

Das Orchester lebt dies im Kleinen seit Jahren vor. Hier spielen Musiker*innen aus verschiedensten Regionen des europäischen, asiatischen und amerikanischen Kontinents zusammen. Kenntnisse der europäischen Klassik, klassische arabische wie persische Musik, Jazz, osteuropäische Folklore und zeitgenössische Musik fließen ineinander und zeigen, wie unterschiedliche Kulturen in einem gemeinsamen Projekt zusammenwachsen können, ohne die jeweiligen Identitäten aufgegeben zu müssen.

Das Orchester präsentiert in diesem Jahr Werke aus West- und Osteuropa, Südamerika, Nord- und Westafrika, Aserbaidschan, Kurdistan und der Mongolei, die alle von verschiedenen Tanzformen inspiriert wurden.

Moderation: Bianca Schwarz (hr2-kultur)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 02.06.2022, 20:04 Uhr.