In den hr-Sinfoniekonzerten am 13. und 14. Oktober 2016 spielte der damalige Artist-in-Residence François Leleux zwei Oboenkonzerte: das in C-Dur KV 314 von Wolfgang Amadeus Mozart und als Uraufführung "Aquateinte" von Michael Jarrell.

François Leleux, Oboe
Leitung: Andrés Orozco-Estrada

Mozart: Oboenkonzert C-Dur KV 314
Michael Jarrell: Oboenkonzert (Uraufführung - Auftragswerk des hr und der Utah Symphony)
R. Strauss: Eine Alpensinfonie

(Aufnahme vom 13./14. Oktober 2016 aus dem Großen Saal)

Der Titel "Aquateinte" verweist auf die um 1765 vom französischen Maler Jean Baptiste Leprince entwickelte Aquatinta-Technik. Michael Jarrell sagt zu seinem Werk: "Die Aquatinta ist eine künstlerische Drucktechnik, deren Erzeugnisse an lavierte Tuschezeichnungen erinnern. Sie erlaubt es, Flächen aus verschiedenen Farbtönen zu gestalten, welche aus einzelnen Punkten statt aus Strichen bestehen. Ich wollte im Orchestersatz diese Art von Klangmischung erzielen, ausgehend von der Solostimme. Diese wurde für François Leleux erdacht, für den dieses Stück geschrieben ist. Ich habe in der Vergangenheit mehrfach mit ihm zusammengearbeitet, und ich hätte es wohl nie gewagt, ein technisch dermaßen schwieriges Stück zu schreiben, wenn ich nicht Zeuge dieser entwaffnenden Leichtigkeit und dieser unnachahmlichen Art gewesen wäre, eine musikalische Linie derart poetisch 'auszusingen'."

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 04.01.2022, 20:04 Uhr.