Seine neunte ist Anton Bruckners letzte Sinfonie. Er konnte sie nicht mehr vollenden. Fast ein Jahrzehnt hat Bruckner an dem Werk gearbeitet, vom Herbst 1887 bis zu seinem Tod im Oktober 1896.

Bruckner: 9. Sinfonie d-Moll

(Aufnahme vom 28. November 2014 aus dem Großen Saal der Alten Oper Frankfurt)

Allein für die ersten drei Sätze hat er mehr als sieben Jahre benötigt - er war ja ohnehin nie ein sinfonischer Schnellschreiber gewesen. Den Schlusssatz konnte Bruckner nicht mehr zu Ende bringen. Und doch wirkt die Sinfonie vollendet, weil das gewaltige Adagio, der dritte Satz, in Ausdruckskraft und kompositorischer Dichte ein gleichwertiger Gegenpol zum großen ersten Satz ist. Bruckners Neunte ist ein kolossales, alle Kräfte forderndes Werk.

Anschließend:
Beethoven: Klaviersonate e-Moll op. 90 (Alfred Brendel)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 08.02.2022, 20:04 Uhr.