"nichts erwarten - keine schöne Stellen - keine großen Emotionen - keine Raffinessen - sondern von Ton zu Ton einem Klang folgen…" Die Musik von Ernstalbrecht Stiebler (*1934) scheint die Gravitation zu verlassen, schwebt im Klangraum.

"Unisono Diviso" (1999) für Orchester
hr-Sinfonieorchester, Dirigent: Lucas Vis
(Aufnahme vom 10. September 1999, hr-Sendesaal, Frankfurt am Main)

"Quart Solo" (1998) für Klavier
Ernstalbrecht Stiebler, Klavier

"De-crescendo" (2014) für Orchester
hr-Sinfonieorchester, Dirigent: Franck Ollu
(Aufnahme vom18. März 2014, hr-Sendesaal, Frankfurt am Main)

"im klang sein" (2014) für Ensemble
Ensemble WERKTAG
(Aufnahme vom 14. Januar 2015, Radiostudio Zürich)

"Ton in Ton" (2011) für Ensemble
Ensemble Modern, Dirigent: Franck Ollu
(Aufnahme vom 11./12. Februar 2012, hr-Sendesaal, Frankfurt am Main)


Der heute in seiner Geburtsstadt Berlin lebende Komponist Ernstalbrecht Stiebler - von 1969 bis 1995 war er Redakteur für Neue Musik beim Hessischen Rundfunk - schreibt eine Musik, die den persönlichen Gefühlen aus dem Weg gehen will. Und das gelingt Stiebler mit großem Erfolg: Aus verschiedensten Tonkunstkreisen - Clubszene wie Neue-Musik-Aficionados - besteht seine Fangemeinde. Fernab jeglichen New-Age-Gehabes kommt seine Musik eher aus dem Geist der Meditation. Seine Stücke formulieren die intensive Versenkung in eine Situation, in eine musikalische Fragestellung, zu der stets das Konzentrieren auf und in den Klang hinein gehört. "Ich glaube", so Stiebler, "das ist ein Teil der Musik, das liegt ihr, das ist in der Musik: eine Vermittlung, eine sinnliche Vermittlung von Geistigem."

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 12.03.2020, 20:04 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit