Ein Fest der Klaviere: Das gibt es seit 2016 beim "International Piano Festival" in London. Diesmal boten sich fünf Pianistinnen und Pianisten den buchstäblichen Schlagabtausch - und hatten dazu auch ein neues Werk der britischen Komponistin Sally Beamish mitgebracht.

Katya Apekisheva, Klavier
Finghin Collins, Klavier
Gabriela Montero, Klavier
Charles Owen, Klavier
Kathryn Stott, Klavier

Mozart: Sonate für zwei Klavier D-Dur KV 448
Schubert: Fantasie für Klavier zu vier Händen f-Moll D 940
Ravel: 2. Suite aus "Daphnis et Chloé"
Sally Beamish (*1956): Sonnets für drei Pianisten
Rachmaninow: 2. Suite op. 17
Poulenc: Élégie (en accords alternés) FP 175
Poulenc: L’embarquement pour Cythère FP 150
Grainger: Fantasy on Themes from Gershwin’s Porgy and Bess

(Aufnahme vom 9. Oktober 2021 aus dem Kings Place)

"Sonnets" heißt das neue Stück von Sally Beamish, die hier gleich drei Pianistinnen und Pianisten spielen lässt. Allerdings sitzen die nur an zwei Klavieren und kommen sich so auch mal ganz bewusst ins Gehege - passend zu Shakespeares Sonetten, auf die sich Beamish hier bezieht: Immerhin drehen die sich um Leidenschaft, Eifersucht, Glücksausbrüche und abgrundtiefe Verzweiflung. Wie gemacht also für die Rezitierenden am Klavier - Katya Apekisheva, Finghin Collins und Charles Owen.

Außerdem dabei: Die Venezolanerin Gabriela Montero und die Britin Kathryn Stott, die sich unter anderem Rachmaninows zweite Klavier-Suite ausgesucht hatten - ein Stück, mit dem der Komponist 1901 eine vierjährige Schaffenskrise durchbrach. Dass Klaviere auch ein guter Ersatz für Operngesang, Tanz und ganze Orchester sein können, zeigten die "Big Five" dann auch in Arrangements von Gershwins "Porgy and Bess"-Oper und von Ravels zweiter Ballett-Suite "Daphnis et Chloé".

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 28.03.2022, 20:04 Uhr.