Ein Lehrer trifft auf seinen Schüler - nämlich der "Lehrer" Joseph Haydn auf seinen "Schüler" Ludwig van Beethoven - und das Orchestre de la Suisse Romande ging bei seinem Konzert in Genf im Oktober 2019 sozusagen bei beiden Komponisten in die Lehre.

Jean-Guihen Queyras, Cello
Orchestre de la Suisse Romande
Leitung: Jonathan Nott

Haydn: Ouvertüre zur Oper "Il mondo della luna"
Haydn: 1. Cellokonzert C-Dur
Beethoven: 4. Sinfonie B-Dur op. 60

(Aufnahme vom 23. Oktober 2019 aus der Viktoria Hall in Genf)

Ein Spiel im Spiel liegt Joseph Haydns komischer Oper "Il mondo della luna" zugrunde: Dem mondsüchtigen Widersacher eines Liebespaares wird eine Mondreise vorgegaukelt. Die Ouvertüre zu der Oper stellte das Orchestre de la Suisse Romande bei seinem Genfer Konzert Haydns fröhlich-dynamischem Cello-Konzert voran, wozu es den gut gelaunten Franzosen Jean-Guihen Queyras auf die Bühne bat. Überaus fröhlich und enthusiastisch klingt auch der Finalsatz aus Beethovens 4. Sinfonie. Vorher müssen allerdings die dunklen, mystischen Klangwelten des Kopfsatzes überwunden werden - was dem Orchestre de la Suisse Romande unter der Leitung seines Chefdirigenten Jonathan Nott in Genf zweifelsohne gelang.

Anschließend, gegen 21:35 Uhr:
Brahms: Streichquartett c-Moll op. 51 Nr. 1 (Arcanto Quartett)
C. Schumann: Klaviersonate g-Moll (Jozef de Beenhouwer)
Anna Amalia: Sonate für Traversflöte und Cembalo F-Dur (Peter Holtslag / Ketil Are Haugsand)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 02.03.2020, 20:04 Uhr.

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