Drei Frauen und ein Unbekannter: Das bot das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin im vergangenen Dezember. Eingeladen waren die Geigerin Diana Adamyan, die Dirigentin Ruth Reinhardt - und die Trompeterin Selina Ott. Mitgebracht hatte sie ein Trompetenkonzert des hierzulande kaum bekannten französischen Komponisten Alfred Desenclos.

Diana Adamyan, Violine
Selina Ott, Trompete
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Ruth Reinhardt

Mussorgskij: "Chowanschtschina" - Morgendämmerung
Mendelssohn: Violinkonzert e-Moll op. 64
Alfred Desenclos (1912-1971): Incantation, Thrène et Danse für Trompete und Orchester
Hindemith: Konzertmusik für Streichorchester und Blechbläser op. 50

(Aufnahme vom 12. Dezember 2021 aus dem Großen Saal der Philharmonie Berlin)

Drei Frauen und ein Unbekannter: Das bot das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin im vergangenen Dezember. Eingeladen waren die Geigerin Diana Adamyan, die Dirigentin Ruth Reinhardt - und die Trompeterin Selina Ott. Mitgebracht hatte sie ein Trompetenkonzert des hierzulande kaum bekannten französischen Komponisten Alfred Desenclos.

Seit 1959 gibt es die Konzertreihe "Debüt im Deutschlandfunk Kultur", in der sich junge, aber bereits international gefeierte Musikerinnen und Musiker in der Berliner Philharmonie vorstellen dürfen. Eine große Chance auch für die armenische Geigerin Diana Adamyan, die unter anderem in München bei der Talentschmiedin Ana Chumachenko studiert hat und 2018 den Ersten Preis beim Internationalen Yehudi Menuhin-Wettbewerb gewann.

Die österreichische Trompeterin Selina Ott hat sich 2018 wiederum beim Internationalen ARD-Wettbewerb durchgesetzt und den ersten Preis in der Kategorie Trompete gewonnen - als erste Frau in der 70-jährigen Geschichte des Wettbewerbs. "Incantation, thrène et danse", also "Beschwörung, Klagegesang und Tanz" ist das Trompetenkonzert von Alfred Desenclos übertitelt, das Selina Ott nach Berlin mitbrachte. Und so manchen Klagegesang mag bei der Vorbereitung auch die Solistin angestimmt haben - denn das Werk von 1953 gilt als verteufelt schwer.

Ruth Reinhardt

Die Dritte im Bunde des Konzerts war die Deutsche Ruth Reinhardt - eine der vergleichsweise immer noch wenigen Dirigentinnen unserer Tage. Ausgebildet wurde sie in Zürich und an der Juilliard School in New York. Bislang freischaffend unterwegs, hat Ruth Reinhardt bislang vor allem viel mit amerikanischen Orchestern gearbeitet - und gab beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin nun ihr Debut.

Anschließend:
Brahms: Streichsextett B-Dur op. 18 (Mandelring Quartett / Roland Glassl, Viola / Wolfgang Emanuel Schmidt, Violoncello)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 08.05.2022, 20:04 Uhr.