"Insel der Geräusche" - so hat das London Philharmonic Orchestra seine Konzertsaison 2019/2020 übertitelt und nimmt Komponisten ins Visier, die einen besonderen Bezug zur "Insel" Großbritannien haben. Und so eröffnete das Orchester seine Konzertsaison Ende September mit Werken der Briten Oliver Knussen und Benjamin Britten - um dann aber einen musikalischen Bogen ins ferne Russland zu spannen. Mit auf ihre Insel nahmen die Musiker die Geigerin Julia Fischer.

Julia Fischer, Violine
London Philharmonic Orchestra
Leitung: Vladimir Jurowski

Oliver Knussen (1952-2018): Scriabin Settings, for chamber orchestra
Britten: Violinkonzert op. 15
Tschaikowsky: 6. Sinfonie h-Moll op. 74 "Pathétique"

(Aufnahme vom 27. September 2019 aus der Royal Festival Hall in London)

Benjamin Britten

Das lange verschmähte Violinkonzert von Benjamin Britten stand im Zentrum der Saison-Eröffnung des London Philharmonic Orchestra und seines Chefdirigenten Vladimir Jurowski. Der überzeugte Pazifist Benjamin Britten war 1939 kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges in die USA emigriert - dort wurde sein Violinkonzert ein Jahr später uraufgeführt -, bevor es ihn 1942 doch wieder in die britische Heimat zurückzog.

Heimatverbunden war auch der Komponist Oliver Knussen, der in den 1960er Jahren von Benjamin Britten gefördert wurde, zeitweilig die London Sinfonietta leitete, an der Royal Academy of Music lehrte, sich aber auch beim amerikanischen Tanglewood Music Festival engagierte. In seinen "Scriabin Settings" für Kammerorchester setzt Knussen dem russischen Komponisten Alexander Skrjabin ein klingendes Denkmal. Viel russische Seele schwingt auch in Peter Tschaikowskys 6. Sinfonie mit, die nicht umsonst den Beinamen "Pathétique" trägt.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 18.11.2019, 20:04 Uhr

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