Der chinesische Pianist Lang Lang ist ein Phänomen: Er verblüfft sowohl mit seinem technischen Können als auch mit seiner charismatischen Ausstrahlung und erreicht auf diese Weise ein breites Publikum. So verwundert es nicht, dass zu seinen Fans viele junge Menschen und Pop-Liebhaber zählen. Lang Lang hat die Fähigkeit, selbst ein weniger bekanntes Klavierkonzert des großen Beethoven zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Lang Lang, Klavier
Concertgebouw-Orchester
Leitung: Paavo Järvi

Wagner: Ouvertüre zu Tannhäuser
Beethoven: 2. Klavierkonzert B-Dur op. 19
Brahms: 4. Sinfonie e-Moll op. 98

(Aufnahme vom 8. November 2019 aus dem Concertgebouw)

"Beethoven hat Leidenschaft und Wärme in seine Partituren komponiert", sagt Lang Lang. "In seiner Musik musst du die Sehnsucht zum Ausdruck bringen, gleichzeitig ist es wichtig, extrem akkurat zu spielen. Beethoven ist sehr klar in seiner Notation. Die Balance zwischen Präzision und Emotion zu finden ist sehr schwierig." Den Rahmen für Beethovens 2. Klavierkonzert bildet das Concertgebouw-Orchester mit Musik von zwei Kontrahenten des 19. Jahrhunderts: Mit der Tannhäuser-Ouvertüre des "Neudeutschen" Richard Wagner und der 4. Sinfonie des "Traditionalisten" Johannes Brahms. Am Pult steht Paavo Järvi, ehemals Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters.

Anschließend, gegen 21:40 Uhr:
Alphons Diepenbrock: "Kennst du das Land" (Marlis Petersen, Sopran / Jendrik Springer, Klavier)
Schubert: Oktett F-Dur D 803 (Linos Ensemble)
Dvorák: Rondo g-Moll op. 94 (David Geringas, Violoncello / Ian Fountain, Klavier)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 05.07.2020, 20:04 Uhr.

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