"Das Clavier ist auf das feinste mit dem Orchester verwebt – man kann sich das Eine nicht denken ohne das Andere" – das empfand schon die Pianistin Clara Schumann, als sie auf das musikalische Material blickte, das später das a-Moll-Klavierkonzert ihres Ehemanns Robert Schumann werden sollte. Heute gilt dieses Werk als der Inbegriff des romantischen Klavierkonzerts, ein beseeltes, harmonisch-inniges Miteinander.

Martin Helmchen, Klavier
Leitung: Klaus Mäkelä

Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54
Schostakowitsch: 7. Sinfonie C-Dur op. 60 "Leningrader"

(Übertragung aus dem Großen Saal; auch in 5.1 Surround)

Aber den Himmel kann es nicht geben ohne die Hölle: "So jedenfalls klingt in meinen Ohren Krieg", hat Dmitrij Schostakowitsch über den martialischen ersten Satz seiner 7. Sinfonie gesagt. Die "Leningrader" entstand 1941 während der deutschen Belagerung seiner Heimatstadt, war aber nie als bloße Durchhalte-Musik gedacht. "Ich trauere um alle Gequälten, Gepeinigten, Erschossenen, Verhungerten. Es gab sie in unserem Land schon zu Millionen, ehe der Krieg gegen Hitler begonnen hatte", konstatierte der Komponist. "Es geht um Leningrad, das Stalin zugrunde gerichtet hat. Hitler setzte nur den Schlusspunkt." Himmel und Hölle, Frieden und Krieg sind dabei mit dem hr-Sinfonieorchester zu erleben unter Leitung des jungen finnischen Dirigenten Klaus Mäkelä.

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Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 01.11.2019, 20:04 Uhr

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