Die Vögel, die sich an diesem Abend vorstellen, werden zunehmend größer, bunter, mächtiger. Zuerst die Henne – Joseph Haydns 83. Sinfonie hat sich diesen Beinamen durch manch staccato-gackernde Oboen-Passage im Kopfsatz verdient.

Iveta Apkalna, Orgel
Leitung: Andrés Orozco-Estrada

Haydn: Sinfonie Nr. 83 "La poule / Die Henne"
Poulenc: Orgelkonzert
Strawinsky: Der Feuervogel - Ballettmusik

(Übertragung aus dem Großen Saal; auch in 5.1 Surround)

Iveta Apkalna

Dann der Auftritt der Orgel, dem Pfau unter den Instrumenten: Sie fächert Farben auf in ungeahnter Vielfalt, wenn sie so gekonnt eingesetzt wird wie in Francis Poulencs Konzert für Orgel, Streicher und Pauke. Poulenc sah sich mit diesem lustvoll herumschwirrenden Werk zwar "auf dem Weg ins Kloster, sehr nach Art des 15. Jahrhunderts", doch von klösterlicher Strenge keine Spur. Umso mehr von Fantasie, Humor und grandiosem Klangeffekt – die lettische Organistin und "Artist in Residence" Iveta Apkalna darf hier bis zum vierfachen Fortissimo vorstoßen. Zum Finale dann: Der Feuervogel, das schillernde Fabelwesen, dem Igor Strawinsky seine so kraftvolle, ekstatische, farbenreiche Ballettmusik gewidmet hat, gesetzt für ein "verschwenderisch großes Orchester", wie der Komponist gestand.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 22.11.2019, 20:04 Uhr

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