Alles hier ist Nummer 1: von Schostakowitsch die Opuszahl, die Sinfonie und die berühmte Jazz-Suite, von Prokofjew das Konzert und Hilary Hahn als Solistin obendrein, eine der ganz großen Geigerinnen von heute.

Hilary Hahn, Violine
Leitung: Alain Altinoglu

Schostakowitsch: Scherzo op. 1
Schostakowitsch: 1. Jazz-Suite
Prokofjew: 1. Violinkonzert D-Dur op. 19
Schostakowitsch: 1. Sinfonie f-Moll op. 10

(Übertragung aus dem Großen Saal)

"Einzigartig" sei dieses Violinkonzert, sagt Hilary Hahn, "da fast jede Note eine eigene Farbgebung und eine jeweils unterschiedliche technische Herangehensweise braucht. Das alles ändert sich blitzschnell. Das ist eine mentale Herausforderung, macht aber auch wahnsinnig Spaß."

Spaß der oftmals grimmig-grotesken Art, aber auch ironisch überhöhtes Pathos und kunstvolle Verfremdung zeichnen bereits Schostakowitschs 1. Sinfonie aus - mit diesem Komponisten wird sich Chefdirigent Alain Altinoglu in Zukunft intensiv beschäftigen. Ein Leckerbissen ist auch die so herrlich gewitzte 1. Suite für Jazzorchester mit dem populären Walzer, komponiert 1934, um den "sowjetischen Jazz" auf ein professionelles Niveau zu heben. Und eine seltene Begegnung zu Beginn: mit Schostakowitschs absolutem Opus 1.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 24.02.2023, 20:04 Uhr.