Estland, Frankreich und Russland - Musikerinnen und Musiker aus drei Ländern stehen im Fokus dieses Abends: Da ist zunächst die Komponistin Ester Mägi. Sie war eine bedeutende Stimme Estlands und hat bis ins hohe Alter von 99 Jahren mitgemischt im Musikleben ihrer Heimat. 2022 wäre sie 100 Jahre alt geworden. Andres Kaljuste und das Nationale Estnische Symphonieorchester (ERSO) verbeugen sich vor der estnischen Künstlerin.

Indrek Leivategija, Violoncello
Nationales Estnisches Symphonieorchester
Leitung: Andres Kaljuste

Ester Mägi (1922-2021): Sinfonie
Saint-Saëns: 1. Cellokonzert a-Moll op. 33
Rachmaninow: 1. Sinfonie d-Moll op. 13

(Aufnahme vom 14. Januar aus der Estonia Concert Hall)

Andres Kaljuste

Mit Andres Kaljuste steht ein aufstrebender Maestro aus der estnischen Dirigentenschmiede am Pult. Paavo Järvi lobt sein "instinktives, sensibles Gespür für Klang", eine Gabe, die er nicht zuletzt auch in Sergej Rachmaninows leidenschaftlicher 1. Sinfonie unter Beweis stellen kann. Das Werk des 24-jährigen Russen geriet 1897 zum Fiasko und stürzte den Komponisten in eine schwere Schaffenskrise.

Als der Franzose Camille Saint-Saëns sein 1. Cellokonzert vor 150 Jahren schrieb, da standen ihm alle Türen offen. Auch international fand das Werk große Anerkennung. Rachmaninow hielt es für das beste Cellokonzert aller Zeiten. Solist des Abends ist Indrek Leivategija, Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und frisch gekürter Solocellist des ERSO.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 13.06.2022, 20:04 Uhr.