Bachs "Brandenburgische Konzerte" zählen zu den exquisitesten Orchesterwerken der Barockzeit überhaupt - und erst recht, wenn sie von Experten ihres Fachs gespielt werden: Die Musikerinnen und Musiker der Akademie für Alte Musik Berlin gehören zweifelsohne dazu.

Akademie für Alte Musik

J.S. Bach:
1. Brandenburgisches Konzert F-Dur BWV 1046
3. Brandenburgisches Konzert G-Dur BWV 1048
2. Brandenburgisches Konzert F-Dur BWV 1047

4. Brandenburgisches Konzert G-Dur BWV 1049
5. Brandenburgisches Konzert D-Dur BWV 1050
6. Brandenburgisches Konzert B-Dur BWV 1051

(Aufnahmen vom 15. und 16. Juli 2021 aus der Basilika von Kloster Eberbach)

In zwei Konzerten brachten die Berliner Barockmusikerinnen und -musiker Bachs Meisterwerke zu Gehör - setzten mit der opulent-festlichen Musik einen reizvollen Gegenakzent zu der eher nüchtern-schlichten Atmosphäre in der Basilika des ehemaligen Zisterzienserklosters Eberbach.

Die "Brandenburgischen Konzerte" entstanden zwischen 1718 und 1720 in Bachs Köthener Zeit. Bei einer Reise nach Berlin hatte er Christian Ludwig von Brandenburg kennengelernt. Der Sohn des mächtigen Kurfürsten beauftragte ihn, Werke für seine kleine Hofkapelle zu komponieren. Es entstanden schließlich sechs Konzerte, in denen Bach jeweils Sologruppen herausstellt - und in unterschiedlichste, spannungsvolle Beziehungen zum Tutti-Kollektiv treten lässt. Im Ersten Brandenburgischen Konzert sind es beispielsweise Violine, Jagdhörner und Oboen, im Vierten zwei Blockflöten und eine Violine - während im Sechsten Konzert zwei Bratschen und ein Cello in Dialoge mit den übrigen Instrumenten treten.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 07.01.2022, 20:04 Uhr.