Der britische Pianist Benjamin Grosvenor hat zur Schubertiade drei Streicherkolleginnen und -kollegen sowie bemerkenswerte Werke des Klavierquartett-Repertoires mitgebracht.

Hyeyoon Park, Violine
Timothy Ridout, Viola
Kian Soltani, Cello
Benjamin Grosvenor, Klavier

Mahler: Klavierquartettsatz a-Moll
R. Strauss: Klavierquartett c-Moll op. 13
Schumann: Klavierquartett Es-Dur op. 47

(Aufnahme vom 4. Oktober 2021 aus dem Markus-Sittikus-Saal)

Dass sich Gustav Mahler als Student am Wiener Konservatorium intensiv mit Kammermusik auseinandersetzte, ist eher wenig bekannt. Von den vielen Versuchen blieb ein einziges Werk erhalten, und auch davon nur ein Satz - der Klavierquartettsatz a-Moll, Mahlers einziges Kammermusikstück.

Auch Robert Schumann hatte sich mit gerade mal 19 Jahren an die Gattung Klavierquartett gewagt. Sein "verpfuschtes Quartett" in c-Moll hat er allerdings nie veröffentlicht, allein sein Es-Dur-Quartett, das er mit Anfang 30 schrieb, bekam eine Opuszahl. Uraufgeführt wurde es u.a. von seiner Frau Clara. Sie war "wahrhaft entzückt von diesem schönen Werke, das so jugendlich." Richard Strauss gelang mit 19 ein Geniestreich: Sein Klavierquartett op. 13. Das groß angelegte Werk lässt die Bewunderung für Johannes Brahms durchklingen, zeigt aber bereits eigene, unverwechselbare Charakterzüge.

Anschließend, gegen 21:45 Uhr:
Debussy: Préludes 1. Heft (Nelson Freire, Klavier)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 18.03.2022, 20:04 Uhr.