Haben Sie schon mal was von Marij Kogoj gehört? Der slowenische Komponist war beim Eröffnungskonzert des Festivals Maribor zu erleben. Ihm gegenüber stellte das Sinfonieorchester des Slowenischen National-Theaters Maribor rhythmisch feurige Werke von Liszt, Kodály und Enescu.

Simon Trpčeski, Klavier
Sinfonieorchester des Slowenischen Nationaltheaters Maribor
Leitung: Gabriel Bebeşelea

Marij Kogoj (1892-1956): Bagatellen (für Orchester arrangiert von A. Srebotnjak)
Liszt: 2. Klavierkonzert A-Dur
Kodály: Tänze aus Galánta
Enescu: 1. Rumänische Rhapsodie A-Dur op. 11

(Aufnahme vom 16. September 2021 aus dem Großen Saal des Slowenischen Nationaltheaters Maribor)

Der Slowene Marij Kogoj war Schüler von Arnold Schönberg und Franz Schreker und wurde 1929 mit seiner Oper "Schwarze Masken" bekannt. Vor allem für Klavier hat Kogoj komponiert. Darunter sind auch 22 "Bagatellen", die sein Komponisten-Kollege Alojz Srebotnjak für Orchester bearbeitet hat. Expressionismus trifft bei Kogoj auf folkloristische Anklänge.

Die Folklore Ungarns und Rumäniens spielt wiederum eine wichtige Rolle im zweiten Klavierkonzert von Franz Liszt, in den "Tänzen aus Galánta" von Zoltán Kodály und in George Enescus "Rumänischer Rhapsodie". Das Programm war also wie gemacht für das Festival Maribor, das sich auf seiner Homepage nicht umsonst als "Wiege neuer Klänge, eine Landkarte unentdeckter Musiklandschaften" bezeichnet - und als ein "Labor, in dem Originalität flammt und Kreativität geschliffen wird".

Anschließend:
Schubert: Oktett F-Dur D 803 (Linos Ensemble)
Händel: Sonate für Viola da gamba und Basso continuo g-Moll HWV 364b (Ibrahim Aziz / Masumi Yamamoto, Cembalo)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 14.03.2022, 20:04 Uhr.