Das ORF-Radio-Sinfonieorchester Wien präsentiert Musik dreier Komponisten, die auf dem Erbe der Romantik aufbauten und die Zukunft in den Blick nahmen. Die am Ende des 19. Jahrhunderts neue Wege suchten und die Moderne vorbereiteten. Statt überlieferte Regeln zu befolgen, strebten sie nach Originalität, intensivem Ausdruck und kompromissloser Dramatik.

ORF-Radio-Sinfonieorchester Wien
Leitung: Marin Alsop

Hans Rott: Ouvertüre Julius Caesar
Hugo Wolf: Sinfonische Dichtung "Penthesilea"
Mahler: 1. Sinfonie D-Dur "Der Titan"

(Aufnahme vom 1. Oktober 2021 aus dem Großen Musikvereinssaal)

Über Hans Rott, den akademische Lehrer verspotteten, sagte Anton Bruckner: "Lachen Sie nicht, von dem Manne werden Sie noch Großes hören!" Überlieferte Regeln führen auch in Kleists Drama "Penthesilea" zum tragischen Ende der Titelfigur. Hugo Wolf reflektiert Penthesilieas Schicksal in seiner sinfonischen Dichtung. Und Gustav Mahler, der seine erste Sinfonie gleich einem "Naturlaut" eröffnet, gibt den Ausblick frei in weite Landschaften musikalischer Möglichkeiten.

Anschließend, ab ca. 21:40 Uhr:
Beethoven: Streichquartett G-Dur op. 18 Nr. 2 (Quatuor Mosaïques)
Reinecke: Flötensonate e-Moll op. 167 "Undine-Sonate" (Tatjana Ruhland / Eckart Heiligers, Klavier)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 21.02.2022, 20:04 Uhr.