Mit seinem Chefdirigenten Vladimir Jurowski bringt das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin immer wieder außergewöhnliche Programme zur Aufführung. Im Oktober haben die Musikerinnen und Musiker einen Abend der Kunst der Bearbeitung gewidmet: Werke, die im Original für Orgel, Cembalo oder auch Violine solo geschrieben wurden, erklingen hier in einem ganz anderen Gewand, für Streich- oder Kammerorchester.

Fedor Rudin, Violine
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Vladimir Jurowski

Bach: 14 Canons BWV 1087, für Kammerorchester bearbeitet von Friedrich Goldmann
Paganini: Fünf Capricen für Violine solo, bearbeitet für Violine und Streichorchester von Edison Denissow
Bach: "Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ" Choralvorspiel BWV 639, bearbeitet für Violine und Streichorchester von Anders Hillborg
R. Strauss: Divertimento nach Couperin op. 86

(Aufnahme vom 29. Oktober 2020 aus der Berliner Philharmonie)

Schon J.S. Bach war ein Bearbeiter vor dem Herrn. So setzte er viele Werke - auch seine eigenen - für die unterschiedlichsten Instrumente um, je nach Gelegenheit, aus Zeitersparnis, aber auch, um Kompositionen populär zu machen.
Zwei Komponisten des heutigen Abends haben sich ihrerseits Werken von J.S. Bach gewidmet: Der 1941 in Chemnitz geborene Friedrich Goldmann hat die 14 Kanons über die ersten acht Fundamentalnoten der Aria aus den "Goldberg-Variationen" bearbeitet, der schwedische Komponist Anders Hillborg verbeugt sich vor Bach mit einer Violinbearbeitung des Chorals "Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ".

Solist des Abends ist der Geiger Fedor Rudin, Enkel des russischen Komponisten Edison Denissow. Von Denissow stammt die dezente Unterlegung der Paganini-Capricen mit Streicherklängen, komponiert 1985. Und den Abend beschließt die Bearbeitung von 18 kleinen Cembalo-Stückchen aus der Feder von François Couperin. Richard Strauss hat sie 1941 zu einem Divertimento für Kammerorchester arrangiert.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 04.04.2021, 20:04 Uhr.

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