"Händel is(s)t mit Maurice Steger" - so war ein Konzertabend mit dem umtriebigen Schweizer Blockflötenvirtuosen und dem La Cetra Barockensemble beim Engadin Festival übertitelt. Und zu ihrem gemeinsamen Dinner wurden musikalische Häppchen von Händel, Telemann und Geminiani gereicht.

Maurice Steger, Blockflöte und Leitung
La Cetra Barockensemble

Händel: Triosonate G-Dur HWV 399
Händel: Blockflötenkonzert F-Dur HWV 369 und 293
Händel: Chaconne G-Dur
Telemann: Suite aus der "Klingenden Geographie"
Händel: Tanz-Suiten HWV 1 und 287
Corelli: Blockflötenkonzert nach der Sonate G-Dur op. 5 Nr. 11

(Aufnahme vom 6. August 2020 aus der Reithalle)

Lauter Pausenmusiken boten Maurice Steger und das La Cetra Barockensemble - Musik, die im Londoner King’s Theatre in den Pausen von Händels langen Opern- oder Oratoriumsaufführungen gespielt wurde. Für diese Füllmusiken lud der Wahl-Londoner Händel namhafte Künstler seiner Zeit ein - darunter die italienischen Komponistenkollegen Francesco Geminiani und Giuseppe Sammartini. Oder er griff höchstpersönlich in die Tasten - wenn er nicht gerade seiner Lieblingsbeschäftigung nachging: Ausgiebig essen!

La Cetra Barockorchester Basel

Maurice Steger leistet ihm dabei Gesellschaft - und steuert die Tafelmusik dazu bei. Darunter ist Telemanns "Klingende Geographie" - eine Sammlung aus Tanzsätzen in den unterschiedlichsten Nationalstilen. Telemann hat als Pennäler am Hildesheimer Gymnasium Eselsbrücken seines Lehrers vertont - um sich wichtige Länder und Städte besser merken zu können. Die ursprünglich gesungenen Sätze hat der Musikwissenschaftler Adolf Hoffmann 1958 zu einer Instrumentalfassung umgearbeitet - aus der "Singenden Geographie" wurde so die "Klingende Geographie".

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 03.05.2021, 20:04 Uhr.

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