Die Königsdisziplin Streichquartett stand im Mittelpunkt, als das "Calidore String Quartet" im Januar 2020 im Auditorium in Barcelona auftrat. Und mit den Oboen-Quartetten von Mozart und Britten sorgten die Musiker für zusätzliche Würze.

Cristina Gómez Godoy, Oboe
Calidore String Quartet

Mozart: Oboenquartett F-Dur KV 370
Beethoven: Streichquartett c-Moll op. 18 Nr. 4
Britten: Phantasy Quartet op. 2
Grieg: 1. Streichquartett g-Moll op. 27

(Aufnahme vom 15. Januar 2020 aus dem Auditorium von Barcelona)

Cristina Gómez Godoy

Cristina Gómez Godoy war Solistin in den Oboen-Quartetten von Mozart und Benjamin Britten. Die Spanierin war schon mit 21 als Solo-Englischhornistin bei der Staatskapelle Berlin engagiert, bevor sie zur Solo-Oboistin des Orchesters aufstieg. Auch als Kammermusikerin ist Godoy viel gefragt. Zu ihrem Konzert in Barcelona hatte sie neben Mozarts meisterlichem Oboen-Quartett das "Phantasy Quartet" von Benjamin Britten mitgebracht. Es war Brittens Beitrag für einen Kammermusikwettbewerb, bei dem einsätzige Kammermusikstücke ausgezeichnet wurden, die in der Tradition der englischen Streicherfantasien des 16. und 17. Jahrhunderts komponiert sind.

"Virtuosität", "dramatischer Instinkt" und "erstaunliche Tiefe" werden dem amerikanischen "Calidore String Quartet" bescheinigt, das sich 2010 an der Colburn School in Los Angeles zusammengefunden hat. Seither ist es weltweit in Konzertsälen und bei Musikfestivals anzutreffen, bietet aber auch Meisterklassen für junge Streichinstrumentalistinnen und -instrumentalisten an. Mit Beethovens und Griegs Streichquartetten hatten die Musiker zwei Schwergewichte der "Königsdisziplin" im Gepäck. Während Beethoven hier erstmals die emotionale Tiefe der Tonart c-Moll auslotet, kombiniert Grieg in seinem einzigen g-Moll-Quartett norwegische Folklore mit klassischer Formen-Strenge.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 09.05.2021, 20:04 Uhr.

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