Naturklänge bilden den Fokus dieses Abends mit Musik vom Barock bis zur Gegenwart. Die Natur musikalisch abzubilden, das war bereits an der Wende zum 18. Jahrhundert en vogue. Den Ruf der Vögel hält z.B. Jean-Philippe Rameau fest, Louis-Claude Daquin portraitiert den Kuckuck und François Couperin lässt eine Brise durch die kleinen Windmühlen streifen.

Yu Kosuge, Klavier

Louis-Claude Daquin: Le coucou
Couperin: Les Petits Moulins à Vent
Rameau: Le rappel des oiseaux
Akira Nishimura (*1953): Kalavinka
Beethoven: Klaviersonate d-Moll op. 31 Nr. 2 "Sturmsonate"
Debussy: Auswahl aus den Préludes, Heft 1
Debussy: "Brouillards" aus Préludes, Heft 2
Janáček: Im Nebel

(Aufnahme vom 29. November 2019 aus der Opera City Concert Hall)

Vögel und Wind hat der japanische Komponist Akira Nishimura in "Kalavinka" in Töne gefasst. Etwas ungemütlicher dagegen wird es schon in Beethovens "Sturm"-Sonate, vermutlich entstanden in Anlehnung an Shakespeares The Tempest. In Claude Debussys Préludes streift der Wind über die Ebene und Nebelschwaden legen sich in impressionistischen Klängen über die Landschaft. Dem Nebel hat auch Leos Janáček sein letztes Klavierwerk gewidmet, ein Blick auf die Nebel des Schicksals, die es zu durchdringen gilt. Im Sturm erobert sich die japanische Pianistin Yu Kosuge gerade die großen internationalen Podien. Von der Presse wird sie für ihre "unglaublich poetische Sensibilität, Witz, Dramatik und strahlende Lyrik" gefeiert.

Anschließend, gegen 21.40 Uhr:
Mendelssohn: Andante, Scherzo und Capriccio op. 81 (Eroica Quartett)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 04.10.2020, 20:04 Uhr.

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