Ein kahles, karg möbliertes Studio in Berlin-Prenzlauer Berg. Dorthin zieht sich die Komponistin Rebecca Saunders, so oft es geht, zurück. Und sucht dann geradezu obsessiv nach Klängen, die in ihr entstehen, die sie hört, die sich aufdrängen, sich aus der meditativen Ruhe herausschälen.

porträtiert von Jürgen Otten.

Klang und ästhetische Wahrnehmung sind für sie Sinn und Selbstzweck. Und deswegen forscht die britische, seit vielen Jahren in Berlin lebende Komponistin Rebecca Saunders (* 1967) unablässig nach dem Wesen dieses Klangs, nach seiner Beschaffenheit, nach seinen Spezifika, kurz: nach einer Phänomenologie des Klangs. Die Ergebnisse dieser ästhetischen Forschung sind immer von bestechender Rhetorik und bestimmt von einem faszinierenden Gefühl für Rhythmus und den Atem der Musik.

Sendung: hr2-kultur, "Neue Musik", 27.05.2021, 21:30 Uhr.