Während die Internationale Gesellschaft für Neue Musik (IGNM) 1960 in Köln ihr 34. Weltmusikfest veranstaltet, findet im Atelier der Künstlerin Mary Bauermeister in der Kölner Altstadt eine Gegenveranstaltung statt: das Contre-Festival.

In der Kölner Altstadt unterhält die Kölner Künstlerin seit Frühling 1960 ein Atelier, in dem sie nicht nur ihre eigenen Arbeiten produziert und präsentiert. Es ist zugleich ein offener Salon mit allerlei Veranstaltungen experimenteller, offener Musik, Literatur und Bildender Kunst – bis Bauermeister 1962 nach New York übersiedelt. Als die 1922 gegründete Internationale Gesellschaft für Neue Musik (IGNM) im Juni 1960 ihr alljährliches Weltmusikfest in Köln platziert, organisiert Mary Bauermeister, unterstützt von Hans G Helms, Sylvano Bussotti, Heinz-Klaus Metzger und anderen, ein mehrtägiges, halbspontanes Kontra gegen die als zu etablierte, zu akademisierte, zu institutionalisierte empfundene Ästhetik der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (IGNM). Man und frau in der Lintgasse, im Atelier Mary Bauermeister, wollen neuere, frischere Musik, etwa eine solche von John Cage oder Toshio Ichiyanagi oder von La Monte Young, George Brecht oder eben die den Musikbegriff zerstörenden Aktionen von Nam June Paik – „Fluxus ante portas“.

Sendung: hr2-kultur, "Neue Musik", 10.12.2020, 21:30 Uhr.

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