Die Oper über den schaurigen Antisemitismus im Mittelalter wird in Hannover auf eine Zeitreise geschickt: Sie belegt die Aktualität des Themas von Renaissance und Barock bis hin zur Gegenwart.

Rachel - Hailey Clark
Élézar - Zoran Todorovich
Leopold - Matthew Newlin
Prinzessin Eudoxie - Mercedes Arcuri
Kardinal Brogni - Shavleg Armasi
Ruggiero - Pavel Chervinsky
Albert - Hubert Zapiór

Chor und Orchester der Staatsoper Hannover
Leitung: Constantin Trinks

(Aufnahme vom 14. September 2019 aus der Staatsoper Hannover)

Weil er an einem christlichen Feiertag gearbeitet hat, wird der jüdische Goldschmied Elézar zum Tode verurteilt. Mit ihm: seine Ziehtochter Rachel. Erst im Moment ihrer grausamen Hinrichtung enthüllt Elézar dem Henker, das der soeben seine eigene Tochter getötet hat. Die Oper von Jacques Fromental Halévy mit dem Libretto von Eugène Scribe wurde 1835 mit großem Erfolg an der Pariser Oper uraufgeführt. Allein hier wurde "La Juive" (Die Jüdin) in den folgenden Jahrzehnten mehr als 500 Mal in glänzenden Inszenierungen auf die Bühne gebracht, sie gilt als eines der bedeutendsten Werke der französischen Grand Opéra. In den 1930er Jahren wurde sie von den Spielplänen verdrängt und erlebt erst seit der Jahrtausendwende ihre gefeierte Wiederkehr in den europäischen Opernhäusern.

Anschließend, etwa ab 23:15 Uhr:
Chopin: 3. Klaviersonate h-Moll op. 58 (Maria João Pires)
Villa-Lobos: 5. Bachiana Brasileira (Elina Garanca, Mezzosopran / Staatskapelle Dresden / Fabio Luisi)

Sendung: hr2-kultur, "Opernbühne", 11.07.2020, 20:04 Uhr.

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