Mit einer Kurtisane kann man sich amüsieren, aber man darf sich nicht in sie verlieben und mit ihr zusammen leben wollen. Genau das aber möchte Alfredo, der Sohn aus gutem Haus, der damit die Heirat seiner Schwester gefährdet. Obwohl Violetta Valéry - die "vom Weg Abgekommene" - auch Alfredo liebt, opfert sie ihre Liebe für das gesellschaftliche Ansehen seiner Familie. Die tragische Liebesgeschichte in Verdis berührender Oper "La Traviata" ist heute live aus der MET in New York zu erleben.

Violetta Valéry - Aleksandra Kurzak
Alfredo Germont - Dmytro Popov
Giorgio Germont - Quinn Kelsey
Flora Bervoix - Megan Marino
Annina - Maria Zifchak
Gastone - Brian Michael Moore
Barone Douphol - Trevor Scheunemann
Marchese d'Obigny - Christopher Job
Dottore Grenvil - Paul Corona u.a.

Chor und Orchester der Metropolitan Opera
Leitung: Karel Mark Chichon

(Übertragung aus der Metropolitan Opera)

Liebe und Tod - sie sind auf den Opernbühnen ein unzertrennliches Paar, das nur in sehr wenigen Opern keinen Auftritt hat. "Amor et morte" wollte Giuseppe Verdi zunächst auch seine Oper nennen, die das Thema in einer Weise variiert, das für viele Zeitgenossen ungeheuerlich war. Nur wenige Jahre nach dem Erscheinen des autobiographisch gefärbten Romans "La dame aux camélias" von Alexandre Dumas dem Jüngeren wird eine tuberkulosekranke Kurtisane zur Hauptfigur, die nicht nur ihre Krankheit mit ausschweifenden Festen vergessen möchte, sondern auch mit ihrer tiefgehenden Liebe der Gesellschaft einen Spiegel vorhält, in den natürlich niemand schauen möchte. Die polnische Sopranistin Aleksandra Kurzak gehört inzwischen zu den gefragtesten Sängerinnen der Opernwelt und ist in New York gemeinsam mit dem ukrainischen Tenor Dmytro Popov zu hören, der seine internationale Karriere als Alfredo vor 15 Jahren in Norwegen begann.

Sendung: hr2-kultur, "Opernbühne", 18.01.2020, 20:04 Uhr.

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