Wann und wie und zu welchen Anlässen wird eigentlich in der Oper getanzt? Und wieso tanzen Leute in der Oper überhaupt, wo doch vornehmlich gesungen wird? Und wer tanzt da? Was tanzen sie? Diese Fragen stellt sich Natascha Pflaumbaum an diesem Abend in ihrem Operntanz durch die Musikgeschichte.

Als Richard Strauss seine Oper "Salomé" schrieb, hatte er eine sehr genaue Vorstellung von seiner Hauptfigur: fünfzehn Jahre alt sollte die Salomé sein, am besten mit einer mächtigen Stimme wie eine Isolde. Doch was sie tatsächlich einzigartig machte: diese Salomé sollte gut tanzen können. Als zentrale Szene seiner Oper hatte Strauss nämlich "Tanz der sieben Schleier" vorgesehen. Mit dem steht und fällt die ganze Geschichte. Richard Strauss’ Salomé ist tatsächlich die berühmteste Opernfigur, die singen und tanzen können muss. Der Franzose George Bizet hatte sich zuvor schon die in einer Zigarettenfabrik arbeitende "Zigeunerin" namens Carmen ausgedacht, die auch durch Tanztalent auffallen sollte, aber deren Tanz war buchstäblich nicht so überlebenswichtig wie der der Salomé.

In der Operngeschichte wird viel getanzt, von Anbeginn an - bei Claudio Monteverdi in der Oper "L’Orfeo", in diversen Opéra-Ballets des Franzosen Jean-Baptiste Lully, im Musiktheater von Jean-Philippe Rameau. Christoph Willibald Gluck und Antonio Salieri schrieben Tänze in ihre Opern hinein. Giacomo Meyerbeer komponierte für seine Oper "Robert der Teufel" ein Nonnenballett. Giuseppe Verdi schrieb für seine "Sizilianische Vesper" gar eine ganze Balletteinlage von über 20 Minuten.

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Sendung: hr2-kultur, "Opernbühne", 30.05.2020, 20:04 Uhr.

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