Ihnen sagen die Namen Alexander Ritter, Wilhelm Baumgartner, Johann Carl Eschmann oder Theodor Kirchner auf Anhieb nicht viel? Es sind Komponisten, die sich im Dunstkreis ihres "großen Meisters" Richard Wagner getummelt haben. Die Mezzosopranistin Sylvia Rena Ziegler und ihre Klavierpartnerin Friederike Wiesner haben ihre Lieder zu einem spannenden Abend zusammengestellt.

LiedDuo Ziegler Wiesner:
Sylvia Rena Ziegler, Mezzosopran
Friederike Wiesner, Klavier

Wilhelm Baumgartner: Sieben Lieder aus "Eine Frühlingsliebe"
Wagner: Wesendonck-Lieder
Kirchner: Die Lüfte regen die Flügel
Alexander Ritter: Fünf Lieder
Liszt: Die stille Wasserrose - Die Fischerstochter - Der Fischerknabe
Johann Carl Eschmann: Zwei Lieder "Aus dem Liederbuch eines Malers" op. 34

(Aufnahme vom 30. Oktober 2020 aus dem Clara-Schumann-Saal von Dr. Hoch's Konservatorium)

Sich zwischen dem großen Opern-Neuerfinder Richard Wagner oder dem Sinfonischen Dichter Franz Liszt zu positionieren - das fiel nicht nur Alexander Ritter schwer. Statt mit den "Meistern" der sogenannten "neudeutschen Schule" zu konkurrieren, suchten Ritter und seine Komponistenkollegen ihr Refugium vor allem in jener Gattung, die Wagner und Liszt eher nachrangig behandelt haben: Das Kunstlied. Die Mezzosopranistin Sylvia Rena Ziegler und ihre Klavierpartnerin Friederike Wiesner sind schon seit längerem dabei, diese selten bis nie zu hörenden Schattengewächse auszugraben - und ins rechte Licht zu stellen. Ein besonderes Licht werfen sie dabei auf Alexander Ritter, dessen Mutter Wagner finanziell unterstützt hat - auch während seines Exils in der Schweiz, wohin er 1849 nach seiner Teilnahme am Dresdner Maiaufstand geflohen war. Von Ritters "Schlüsselblumen"-Liedern "Primula veris" bis hin zu Wagners "Wesendonck"-Liedern reicht der in jeder Hinsicht aufbruchsstimmige Abend.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal",12.03.2021, 20:04 Uhr.

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