Als Pianist, Dirigent, Komponist und Lehrer war Franz Liszt Zeit seines Lebens ein Pendler zwischen den Welten, ein echter Europäer, der in jeder Hinsicht Grenzen überschritten, sie immer wieder neu definiert und in vielen Bereichen überwunden hatte. Sein Werk ist Inbegriff für Offenheit und Erneuerung sowie Vorbild für viele Größen der Musikgeschichte.

Lise de la Salle, Klavier

Albéniz: Cantos de España op. 232
Liszt: Klaviersonate h-Moll
Ginastera: Danzas argentinas op. 2
Liszt: 1. Mephisto-Walzer

(Aufnahme vom 19. Juni 2021 aus der Franz Liszt-Konzerthalle)

Ganz in diesem Sinne präsentiert das Liszt-Festival im österreichischen Raiding regelmäßig herausragende Musikerinnen und Musiker am Geburtsort des Komponisten. In diesem Frühsommer war auch die französische Pianistin Lise de la Salle dabei. Als Jungtalent kam sie mit Ausnahmegenehmigung ans renommierte Pariser Conservatoire Supérieur und hat ihre Laufbahn behutsam entwickelt. Mit Mitte 30 ist sie heute schon fast ein alter Hase auf dem Podium. Dabei geht sie konsequent eigene Wege: "Ich spiele nur das, was mir wirklich wichtig ist", sagt Lise de la Salle. Liszt gehört zweifelsfrei dazu. Die Musik des Romantikers präsentiert sie zusammen mit spanischen und argentinischen Klangfarben von Albéniz und Ginastera.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 27.09.2021, 20:04 Uhr.