Mit einem Rückblick auf die Konzerte mit Klaus Mäkelä und der 14. Sinfonie von Dmitrij Schostakowitsch. Ursula Böhmer erzählt vom Solti-Dirigentenwettbewerb.

Klaus Mäkelä und die 14. Sinfonie von Schostakowitsch

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Die Konzerte im Radio

hr2-kultur sendet die Aufzeichnung der Konzerte am 13. Oktober um 20:05 Uhr.

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Mäkelä: Schostakowitsch: 7. Sinfonie

Mit Schostakowitschs "Siebter" hat der finnische Dirigent Klaus Mäkelä in der vergangenen Saison gemeinsam mit dem hr-Sinfonieorchester Begeisterungsstürme entfacht. Am 30. September und 1. Oktober kam der zum Chefdirigenten des Oslo Philharmonic und bald auch zum Chefdirigenten des Orchestre de Paris avancierte 24-Jährige mit einem weiteren Schostakowitsch-Werk nach Frankfurt: der selten zu hörenden 14. Sinfonie.

Es ist ein sehr eindrucksvolles, aber auch düsteres Werk, beeinflusst von Modest Mussorgskijs "Liedern und Tänzen des Todes" und Benjamin Brittens "War Requiem" und umfasst elf Lieder für Sopran, Bass und Kammerorchester, die sich thematisch nahezu alle direkt mit dem Tod auseinandersetzen – jenseits jedweder Glaubensvorstellungen, schonungslos, hart und nüchtern: eine fatalistische Bilanz, aber auch ein leidenschaftlicher Protest.

Solisten waren die Sopranistin Miina-Liisa Värelä und der Bass Mika Kares.

Der Solti Dirigentenwettbewerb 2020

Dirigent Georg Solti

„Letztlich bleibt es ein Geheimnis, warum die einen dirigieren können – und die anderen nicht“, hat Sir Georg Solti einmal gesagt. Nach dem großen Dirigenten ist ein internationaler Wettbewerb benannt, der seit 2002 in Frankfurt ausgerichtet wird. Hier war Solti in den 1950er Jahren als Generalmusikdirektor an der Oper tätig. Das Frankfurter Opernorchester steht den Wettbewerbs-Kandidaten daher auch als „Versuchskaninchen“ zur Verfügung – genauso wie das hr-Sinfonieorchester. Mehr als 400 Dirigentinnen und Dirigenten hatten sich diesmal beworben – elf davon traten in der Vorrunde an. Ins Finale kommen dann nur noch drei Kandidaten. Morgen werden sie in der Alten Oper Frankfurt um Preisgelder von insgesamt 30.000 Euro wetteifern. Ursula Böhmer hat sich im Vorfeld schon mal bei zwei Orchestermusikern umgehört, worauf es ihnen bei einem Dirigenten ankommt.

Die Musiken

Nielsen Ouvertüre zur Oper "Maskerade" (Paavo Järvi)
R. Strauss Burleske für Klavier und Orchester (Emanuel Ax, Klavier / Andrés Orozco-Estrada)
Barber Adagio for strings (Hugh Wolff)
Zemlinsky Drei Ballettstücke aus dem Ballett "Der Triumph der Zeit" (Stefan Blunier)
Dvorák 6. Sinfonie D-Dur op. 60 (Hugh Wolff)
Bach Sinfonia aus der Kantate „Am Abend aber desselbigen Sabbats“ (Ton Koopman)

Sendung: hr2-kultur, "Treffpunkt hr-Sinfonieorchester", 10.10.2020, 10:04 Uhr.

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