Mit Sharon Kam im Interview und als Solistin in Mozarts Klarinettenkonzert. Außerdem: Musik von Kodály und die dritte Sinfonie von Sergej Rachmaninow.

Sharon Kam zu Mozarts Klarinettenkonzert

In Wien war Mozart mit den Brüdern Stadler befreundet, die durch ihr Spiel auf der Klarinette und der tieferen Bassettklarinette Furore machten. Durch diese Freundschaft wusste Mozart genau, was er dem Instrumentalisten abverlangen konnte. Das Konzert komponierte Mozart für den von Anton Stadler neu entwickelten Klarinettentypus Bassettklarinette. Die unterscheidet sich von der "normalen" Klarinette durch einen größeren Tonumfang im tiefen Register und damit auch einen etwas dunkleren Klang. Die originale Fassung des Konzerts ist zwar leider verschollen; aber anhand einer zeitgenössischen Rezension des Werks ließ sich die ursprüngliche Fassung der Bassettklarinettenstimme rekonstruieren, zumal der damalige Kritikus originale Notenbeispiele beigesteuert hatte.

Sharon Kam spielte in den hr-Sinfoniekonzerten im Oktober 2012 das Werk auf der Bassettklarinette, was ihrem ohnehin runden, vollmundigen Ton noch eine zusätzliche Nuance Weichheit verleiht. Im Gespräch mit Christiane Hillebrand erzählte sie von dem Instrument und von Mozarts Konzert.

Die Musiken

Piazzolla Tango-Etüde Nr. 3 (Sharon Kam)
Kodály Háry-János-Suite (Juraj Valcuha)
Mozart Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 (Sharon Kam / Paavo Järvi)
Rachmaninow 3. Sinfonie a-Moll op. 44 (Paavo Järvi)
Duparc Aux Étoiles (Fabien Gabel)

Sendung: hr2-kultur, "Treffpunkt hr-Sinfonieorchester", 06.03.2021, 10:04 Uhr.

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