Ursula Böhmer über Spotlight, das am 24. März stattgefunden hat. Philippe Herreweghe im Gespräch mit Natascha Pflaumbaum über die Sinfonien von Robert Schumann.

Spotlight

Spotlight

Es ist inzwischen zu einem Publikumsrenner geworden: Das Konzertformat „Spotlight“ des hr-Sinfonieorchesters. Beleuchtet werden in diesem Format die Entstehungsgeschichte und musikalischen Besonderheiten eines bestimmten Orchesterwerks, das im Anschluss dann auch in Gänze aufgeführt wird. Die Idee stammt von Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada, der das Publikum als Moderator durch das Werk lotst. Am 24. März war es wieder so weit: Diesmal standen im hr-Sendesaal drei Ouvertüren von Felix Mendelssohn-Bartholdy im „Spotlight“ – pandemie-bedingt allerdings nur in der live gestreamten Internet-Variante, aber immerhin. Dafür bekam Andrés Orozco-Estrada Schützenhilfe von zwei hr3-Moderatoren. Ursula Böhmer hat sich angeschaut, was dabei herausgekommen ist.

Philippe Herreweghe zur vierten Sinfonie von Robert Schumann

Philippe Herreweghe

Die vierte Sinfonie von Robert Schumann ist ein relativ frühes Werk, denn sie ist eigentlich die zweite Sinfonie Schumanns, geschrieben nach der „Frühlings-Sinfonie“, und zuerst auch gar nicht als Sinfonie bezeichnet. Schumann fasste sie als eine „Sinfonische Fantasie für großes Orchester“ auf. 1851 überarbeitete er das Werk – und in dieser Version wurde sie dann immer als vierte Sinfonie gezählt. Die erste Version hatte keinen Verleger gefunden – die Sinfonie wurde bei ihrer Uraufführung nicht weiter beachtet. Schumann hat bei der Überarbeitung in erster Linie neu instrumentiert. Die Version von 1841 kann man fast kammermusikalisch nennen, sie ist sehr durchsichtig, sehr filigran. Die Fassung von 1851 ist wuchtiger geworden.

Ende Oktober 2014 spielte das hr-Sinfonieorchester in der Alten Oper Frankfurt die später von Schumann überarbeitete Version. Philippe Herreweghe hat sie dirigiert. Und er äußerte sich damals im Gespräch mit Natascha Pflaumbaum über die Sinfonien Schumanns.

Die Musiken

Schubert Zwischenaktmusik III aus "Rosamunde" D 797 (Heinz Holliger)
Mahler Sinfonische Dichtung "Totenfeier" (Paavo Järvi)
Brahms Ein deutsches Requiem (Christiane Karg, Sopran / Michael Nagy, Bariton / MDR Rundfunkchor / David Zinman)
Barber Adagio for strings (Hugh Wolff)

Sendung: hr2-kultur, "Treffpunkt hr-Sinfonieorchester", 27.03.2021, 10:04 Uhr.

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit