An Karsamstag mit Mahlers "Totenfeier" und Brahms' "Ein deutsches Requiem".

Mahlers "Totenfeier"

Gustav Mahler, Radierung von Emil Orlik, 1902

Gustav Mahlers "Totenfeier" wird nur ganz selten aufgeführt. Dennoch wird sie manchen Hörer*innen bekannt vorkommen. Die 1888 entstandene Musik hat Mahler nämlich einige Jahre später umgearbeitet. Es wurde daraus der erste Satz der zweiten Sinfonie. Trotzdem wollte Mahler lange Zeit, dass seine "Totenfeier" als eigenständige Musik auch neben der zweiten Sinfonie Bestand haben sollte. Er selbst führte sie mehrere Male auf.

Brahms' "Ein deutsches Requiem"

Johannes Brahms (1833-1897)

Johannes Brahms begründete seinen Ruhm weder mit seinen Sinfonien, noch mit seinen Klaviersonaten, sondern mit einem Chorwerk: Sein „Deutsches Requiem“ bescherte ihm nach der Uraufführung einen triumphalen Erfolg, und machte ihn damals zu einem der führenden Komponisten seiner Zeit. Brahms war 35, als sein „Deutsches Requiem“ uraufgeführt wurde in der Form, in der wir es heute kennen. Die Uraufführung fand im Leipziger Gewandhaus statt, am 18. Februar 1869. Der Protestant Brahms greift darin zwar den katholischen Ritus der Totenmesse auf; aber er vertont nicht die lateinischen Worte der Liturgie, sondern deutsche Texte aus der Luther'schen Übersetzung des Alten und Neuen Testaments sowie der Apokryphen.

Die Musiken

Schubert Zwischenaktmusik III aus "Rosamunde" D 797 (Heinz Holliger)
Mahler Sinfonische Dichtung "Totenfeier" (Paavo Järvi)
Brahms Ein deutsches Requiem (Christiane Karg, Sopran / Michael Nagy, Bariton / MDR Rundfunkchor / David Zinman)
Barber Adagio for strings (Hugh Wolff)

Sendung: hr2-kultur, "Treffpunkt hr-Sinfonieorchester", 03.04.2021, 10:04 Uhr.

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