Mit Musik von Berlioz, Tschaikowsky, Nicolai und Zemlinsky.

Als Hector Berlioz seine Ouvertüre "Rob Roy" schrieb, schwelgte er in englischer Literatur. Sir Walter Scotts Roman über den geächteten Straßenräuber Rob Roy MacGregor inspirierte ihn zu dieser Ouvertüre.

Den legendären Anfang des ersten Klavierkonzerts von Peter Tschaikowsky vergisst niemand mehr, der ihn einmal gehört hat. Schon die ersten großen Akkorde des Solisten verlangen die ganze Kraft. Der erste Satz dauert gut 23 Minuten, das sind drei Fünftel des gesamten Klavierkonzerts.

Ein Abstecher in die Oper führt zum Schwerenöter Sir John Falstaff, den die "Lustigen Weiber von Windsor" kräftig an der Nase herumführen. Aber der Vorhang bleibt zu, denn wir beschränken uns auf Otto Nicolais Ouvertüre.

Seine Sinfonische Dichtung "Die Seejungfrau" komponierte Alexander von Zemlinsky nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen. Weil man dem damals 33-jährigen Komponisten aber vorwarf, sein Werk aus den Stilen von Wagner, Liszt, Mahler und Strauss zusammengesetzt zu haben, ließ Zemlinsky nach der Premiere keine weitere Aufführung zu. Erst 1984 wurde das Werk "wiederentdeckt" und auch wieder aufgeführt.

Die Musiken

Schumann Romanze Fis-Dur op. 28 Nr. 2 (Alice Sara Ott)
Berlioz Konzertouvertüre "Rob Roy" (Hugh Wolff)
Tschaikowsky 1. Klavierkonzert b-Moll op. 23 (Alice Sara Ott / Andrés Orozco-Estrada)
Nicolai "Die lustigen Weiber von Windsor" - Ouvertüre (José Luis Gómez)
Zemlinsky Die Seejungfrau (Peter Eötvös)
Ravel Alborada del gracioso (Hugh Wolff)

Sendung: hr2-kultur, "Treffpunkt hr-Sinfonieorchester", 10.04.2021, 10:04 Uhr.

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit