Mit Musik von Mozart, Copland, Tschaikowsky und Prokofjew.

Das Klarinettenkonzert von Aaron Copland

Aaron Copland

Aaron Copland hat sein Klarinettenkonzert für den berühmten Jazz-Klarinettisten Benny Goodman geschrieben. Der hatte Copland um ein Klarinettenkonzert gebeten. Während einer Reise durch Lateinamerika 1947 entstand der erste Satz, der laut einem Brief Coplands einen "Pas de deux, der jeden zum Weinen bringen wird" als Hauptthema verwendet. Da ihm für den zweiten Satz zunächst kein ähnlich zündender Gedanke einfiel, ließ er das Werk einige Zeit liegen und vollendete es erst 1948.

Das Klavierkonzert d-Moll KV 466 von Wolfgang Amadeus Mozart

Emanuel Ax

Mozarts Werk mit der Köchel-Verzeichnisnummer 466 ist eines von nur zwei Klavierkonzerten, die er in einer Moll-Tonart geschrieben hat. Die steht bei ihm für besondere Dramatik. Tatsächlich zeigte das Konzert dem Publikum damals eine ganz neue, ebenso leidenschaftliche wie auch melancholische Seite Mozarts: Das war nicht gesellschaftliche Unterhaltungskunst, sondern Beweis für die Freiheit des individuellen Künstlers. Ein Werk, das in die Zukunft weist. Beethoven soll es hoch geschätzt haben.

Die "Sérénade mélancolique" von Peter Tschaikowskys

Pinchas Zukerman

Tschaikowskys schrieb seine "Sérénade mélancolique" 1875. Sie war eines von zwei konzertanten Violinstücken, mit denen sich der Komponist dem Publikum der Pariser Weltausstellung von 1878 vorstellte. Vier Konzerte mit russischer Musik erklangen damals im Trocadéro, und die Werke des jungen Tschaikowsky nahmen dabei zweifellos den prominentesten Platz ein.

Die fünfte Sinfonie von Sergej Prokofjew

Aziz Shokhakimov

Im Sommer des Jahres 1944 hielt sich Prokofjew im Haus des sowjetischen Komponistenverbandes in Iwanowo bei Moskau auf. Dort entstand seine "Fünfte". Nach mehr als 15 Jahren wandte sich Prokofjew mit ihr wieder der sinfonischen Gattung zu. Stilistisch hebt sich die "Fünfte" von den vorausgegangen Sinfonien deutlich ab, wobei allerdings strittig ist, in wieweit das damals durch die doktrinäre sowjetische Kulturpolitik verursacht worden ist. Zur Entstehung gibt es eine Aussage von Sergeij Prokofjew selbst: "Mit der fünften Sinfonie wollte ich ein Lied auf den freien und glücklichen Menschen anstimmen, seine schöpferischen Kräfte, seinen Adel, seine innere Reinheit. Ich kann nicht sagen, dass ich dieses Thema ausgesucht hätte – es entstand in mir und verlangte nach Ausdruck. Ich schrieb die Musik, die herangereift war und schließlich mein Innerstes ausfüllte."

Die Musiken und Interpreten

Chopin Walzer a-Moll op. 34 Nr. 2 (Emanuel Ax)
Copland Klarinettenkonzert (Richard Stoltzman / Hugh Wolff)
Mozart Klavierkonzert d-Moll KV 466 (Emanuel Ax / David Afkham)
Tschaikowsky Sérénade mélancolique b-Moll op. 26 (Pinchas Zukerman, Violine und Leitung)
Prokofjew 5. Sinfonie B-Dur op. 11 (Aziz Shokhakimov)
Brahms Doppelkonzert a-Moll op. 102, 2. Satz Andante (Julia Fischer, Violine / Daniel Müller-Schott, Violoncello / Stefan Solyom)

Sendung: hr2-kultur, "Treffpunkt hr-Sinfonieorchester", 29.05.2021, 10:04 Uhr.

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