Mit Musik von Weber, Marsh, Mendelssohn und Brahms.

Auftakt mit Tarmo Perltokoski und Chad Hoopes

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Die Konzerte im Radio

Die Aufzeichnung der Konzerte sendet hr2-kultur am 16. November um 20:04 Uhr.

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Tarmo Peltokoski

Zwei junge Shooting-Stars waren beim hr-Sinfonierochester zu Gast mit Mendelssohns Violinkonzert und der ersten Sinfonie des großen finnischen Klangmalers Jean Sibelius. Er ist erst 21 Jahre alt und wird bereits als eines der größten Talente am Taktstock gehandelt: Tarmo Peltokoski, preisgekrönter Konzertpianist, Komponist.

An der berühmten Sibelius-Akademie in Helsinki studierte er Dirigieren u.a. bei Sakari Oramo, legendäre finnische Dirigenten wie Jorma Panula, Hannu Lintu und Jukka-Pekka Saraste standen ihm dabei einfluss- und hilfreich zur Seite. Obwohl Tarmo Peltokoskis Repertoire natürlich deutlich breiter angelegt ist, wird er gerade für seine Sibelius-Interpretationen gerne eingeladen - so auch jetzt für sein Debüt beim hr-Sinfonieorchester.

Nur wenig älter ist der 1994 in Ohio geborene Geiger Chad Hoopes. International auf sich aufmerksam gemacht hatte er bereits als 19-Jähriger, als er das e-Moll-Violinkonzert von Felix Mendelssohn auf CD aufnahm, es ist eines seiner Favoritwerke. "Es ist die Wahrhaftigkeit des Gefühls, die Chad Hoopes Spiel so spannend macht", schrieb die Süddeutsche Zeitung über ein Konzert in München mit diesem populären Violinkonzert. "Tausende Male hat er dieses Werk schon gespielt, trotzdem klingt alles so leidenschaftlich, als sei es das allererste Mal." Die Leidenschaft, mehr aber noch die Ehrlichkeit macht für den US-Amerikaner einen idealen Interpreten aus. Das sei das Wichtigste in der Musik, sagt er: ein aufrichtiger Künstler zu sein und sich loyal gegenüber Komponisten und ihren Werken zu verhalten.

hr-Sinfoniekonzert mit Sol Gabetta und Krzysztof Urbański

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Das Konzert live im Radio

hr2-kultur überträgt das Konzert live am 19. November um 20:04 Uhr.

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Sol Gabetta

Star-Cellistin Sol Gabetta und der Dirigent Krzysztof Urbański sind beim hr-Sinfonieorchester zu Gast mit Werken von Elgar, Kilar und Lutosławski.

Die 1965er-Aufnahme des Elgar-Cellokonzerts durch die junge Jacqueline du Pré gelang derart überwältigend, dass der große russische Cellist Mstislaw Rostropowitsch postulierte: "Ich spiele nie wieder das Elgar-Cellokonzert. Es gehört dieser Frau."

45 Jahre später nahm die Cellistin Sol Gabetta, damals etwa gleichalt wie Jacqueline du Pré, dieses so singuläre Solokonzert auf und schuf damit zumindest eine echte Alternative. Sie spielt diese so melancholische, innig-intensive Abschiedsmusik ganz anders - gefasster, detailgenauer, nachdenklicher. "Jacqueline du Pré hat viel mehr losgelassen in alle möglichen Richtungen, und ich bin kontrollierter", sagt Sol Gabetta selbst.

Wie hart der Schnitt dann, wenn der späte Elgar auf den frühen Lutosławski trifft! Sein "Konzert für Orchester" aus den 1950er-Jahren, das Meisterwerk des polnischen Neoklassizismus, ist so vehement kraftvoll und strotzt vor Energie. Was der Pauker mit einem manisch geschlagenen Fis über 38 Takte beginnt, endet in einem zur puren Apotheose gesteigerten Choral in einem reinen Fis-Klang im fortissimo. Dazwischen eine ungewöhnlich schwirrende Nachtmusik, eine heftige Trompeten-Aria und eine Passacaglia auf einer Harfen-Kontrabass-Basis - ein virtuoses Konzert für das ganze Orchester eben.

Die Musiken

Williams Empire of the Sun - Jim's new life (Frank Strobel)
Weber 2. Klarinettenkonzert Es-Dur op. 74 (Sharon Kam / Christoph Campestrini)
Marsh "A Conversation Symphony" Es-Dur (Reinhard Goebel)
Mendelssohn Meeresstille und glückliche Fahrt op. 27 (Hugh Wolff)
Brahms Violinkonzert D-Dur op. 77 (Hilary Hahn / Paavo Järvi)
Debussy Prélude à l'après-midi d'un faune (Paavo Järvi)

Sendung: hr2-kultur, "Treffpunkt hr-Sinfonieorchester", 13.11.2021, 10:04 Uhr.