Mit Musik von Elgar, Berlioz, Sibelius, Wagner und Schubert.

Das hr-Sinfoniekonzert mit Sol Gabetta und Krzysztof Urbański

Weitere Informationen

Das Konzert im Radio

hr2-kultur sendet die Aufzeichnung des Konzerts am 30. November um 20:04 Uhr.

Ende der weiteren Informationen
Krzysztof Urbański

Die Cellistin Sol Gabetta und der Dirigent Krzysztof Urbański waren am 19. November beim hr-Sinfonieorchester zu Gast mit Musik von Wojciech Kilar, Edward Elgar und Witold Lutosławski.

„Orawa“ ist der Name eines Gebiets in der hohen Tatra. In seinem gleichnamigen Stück greift Wojciech Kilar den Geist dieser Berge, der Landschaft und ihrer Bewohner auf, der Schäfer, deren Wiesen sich am Ende des Sommers nach getaner Arbeit in einen Festplatz verwandeln.

Edward Elgars Cellokonzert ist ein Alterswerk, das oft auch als „herbstlich“ bezeichnet wird. Der erste Weltkrieg war gerade zu Ende gegangen, als Elgar es schrieb. Es sei „die Einstellung eines Menschen zum Leben“ hat Elgar auf die Frage nach der Bedeutung des Konzerts geantwortet.

Das „Konzert für Orchester“ von Witold Lutosławski ist einerseits geprägt von der Doktrin des „Sozialistischen Realismus“, mit der die sowjetischen Machthaber auch die polnische Musik-Szene bevormundeten – es sollten möglichst massenkompatible, eingängige, folkloristische Werke komponiert werden. Andererseits spielt Lutosławski hier mit Stilelementen der atonalen Musik und mit neobarocken Satzformen.

Barock+ mit Vilde Frang und Philippe Herreweghe

Weitere Informationen

Das Konzert live im Radio

hr2-kultur überträgt das Konzert am 3. Dezember um 20:04 Uhr.

Ende der weiteren Informationen
Vilde Frang

An Bachs Violinkonzerte geht Vilde Frang heran wie eine Tänzerin, sagt die norwegische Geigerin. „Bachs Musik muss singen und tanzen. Sie braucht einen organischen Fluss, der alles belebt und freisetzt. Als Kind konnte ich bei diesen Violinkonzerten nicht ruhig sitzen und wollte unbedingt dazu tanzen.“ Gerade hier fühlt sie „eine grenzenlose Freiheit als Interpretin, meinen Sinnen nachzugehen und frei zu gestalten.“

Mit Philippe Herreweghe hat Vilde Frang dabei einen Tanzpartner, der Bachs Musik so gut kennt wie wenig andere. Seine Einspielungen der Kantaten und Passionen setzten Maßstäbe. In jüngster Zeit stand Herreweghe aber auch immer wieder mit den späten Mozart-Sinfonien auf dem Podium. „Mozart kam ziemlich spät in meinem Leben“, so der Dirigent. „Die meiste Zeit meines Lebens habe ich mich z. B. sehr auf Bach konzentriert. Danach habe ich mich für Beethoven interessiert, dann für Schumann. Erst danach galt mein Interesse auch Mozart.“ Dabei profitiert gerade dieser Komponist von dem Klang, den Philippe Herreweghe als sein Ideal beschreibt: „Was mir am wichtigsten ist, ist Klarheit. Ich möchte die Musik gewissermaßen durchsichtig machen. Meine Aufnahmen sollten von einem guten Musiker notierbar sein. Meine Herausforderung ist immer, die Musik so klar auszusprechen, dass sie vom Gehör her notierbar wäre.“

Die Musiken

Elgar Sospiri für Violoncello, Streicher und Harfe (Sol Gabetta / Krysztof Urbansky)
Berlioz Konzertouvertüre C-Dur "Le Corsaire" (Hugh Wolff)
Sibelius Violinkonzert d-Moll op. 47 (Vilde Frang / Paavo Järvi)
Wagner Siegfried-Idyll (Joshua Weilerstein)
Schubert 8. Sinfonie h-Moll D 759 "Unvollendete" (Christoph Eschenbach)
Berwald Sinfonische Dichtung "Elfenspiel" (Thomas Dausgaard)

Sendung: hr2-kultur, "Treffpunkt hr-Sinfonieorchester", 27.11.2021, 10:04 Uhr.