Im Beethoven-Jahr darf ein Werk des Komponisten auch beim Festival "Begegnungen" nicht fehlen: Das G-Dur-Streichtrio op. 9 - ein Meisterwerk der Dialoge. Mit seiner sinfonischen Größe fordert es die Interpreten extrem heraus.

Tianwa Yang, Violine
Erika Geldsetzer, Violine
Liisa Randalu, Viola
Mikael Samsonov, Violoncello

Hans Krása: Passacaglia und Fuge für Violine, Viola und Violoncello
Gideon Klein: Streichtrio
Beethoven: Streichtrio G-Dur op. 9 Nr. 1

(Aufnahme vom 23. August 2020 aus der Friedenskirche)

Beethovens op. 9 ist entstanden in Zeiten des Umbruchs, als sich die Musikkultur aus den aristokratischen Salons in die bürgerlichen Konzertsäle verlagerte. Und so passt Beethoven auch das kleinste Genre an: Er weitet Formen und Klangmittel aus, um nicht nur im Hausgebrauch, sondern auch im großen Konzertsaal Wirkung zu erzeugen. Ganz anders bei Klein und Krása. Sie komponierten ihre Werke 1944 in Gefangenschaft in Theresienstadt, kurz bevor sie nach Auschwitz deportiert und ermordet wurden. Ihre Stücke sind kraftvoll und selbstbewusst, geprägt von den Volksmelodien ihrer tschechischen Heimat. Ihre Musik zeigt Hoffnung und Zuversicht, aber auch die Macht der Musik im Kampf gegen die Unmenschlichkeit.

Anschließend, gegen 21:10 Uhr:
Grieg: Aus Holbergs Zeit op. 40 (Philharmonisches Orchester Bergen / Ole Kristian Ruud)
Chopin: 1. Klavierkonzert e-Moll op. 11 (Claire Huangci / Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern / Shi-Yeon Sung)
Gershwin: An American in Paris, bearbeitet für Violine, vier Saxofone und Klavier (Joszef Lendvay, Violine / Alliage Quintett)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 06.11.2020, 20:04 Uhr.

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