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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Harmonie statt Melodie: Bachs "Präludium in C-Dur"

Mutter mit Kindern am Klavier

Es gibt klassische Musikstücke, die jeder kennt. Manchmal sind sie so eingängig, dass sogar der Laie sie mitpfeifen kann. Meistens steckt aber doch mehr dahinter, als man ahnt. Wir erklären die Geheimnisse hinter den Meisterwerken der klassischen Musik. So, dass jeder mitreden kann.

Musik ohne Entwicklung: Maurice Ravels "Bolero"

Eigentlich ändert sich über eine Viertelstunde lang fast gar nichts. Die Musik hat einen durchgehenden Rhythmus, eine gleichbleibende Tonart, und zwei Melodien, die sich nie verändern.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Der Bolero - leider enthält er keine Musik."

Bolero
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Das, was jahrhundertelang das Wesen von Kunstmusik ausgemacht hat: Die Entwicklung und Veränderung musikalischer Motive findet hier nicht mehr statt. Nur, dass alles immer lauter wird. Aber genau das ist offenbar das Geheimnis von Ravels Stück. "Ich habe nur ein Meisterwerk gemacht, das ist der Bolero; leider enthält er keine Musik", sagte Maurice Ravel selbst und wollte damit ganz einfach sagen, dass der Bolero rein gar nichts mehr zu tun hat mit der herkömmlichen Art und Weise, ein Orchesterstück zu schreiben.

Einfach, aber kompliziert: "Spiegel im Spiegel" von Arvo Pärt

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Wenige Elemente, klare Strukturen, langsames Tempo."

Spiegelung in Hochhausfassade
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Sie klingt so einfach und unkompliziert, tatsächlich aber steckt hinter den meditativen Klängen der Musik von Arvo Pärt ein komplexer Konstruktionsplan. In "Spiegel im Spiegel" werden die optischen Perspektiven, die sich bei der Spiegelung zweier Spiegel ineinander ergeben, auf das Notenbild übertragen. Der Komponist erfindet dafür aber gar keine Noten mehr. Er entwickelt eine Formel, nach der die Musik von selbst abläuft. Das Ergebnis ist verblüffende Einfachheit.

Finale mit allem: Beethovens "Ode an die Freude"

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Die Neunte hat es bis in die Popcharts geschafft."

Eine Gruppe von Menschen vor einer EU-Flagge
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Das Finale aus Beethovens neunter Sinfonie ist ein musikalisches Freudenfest: "Alle Menschen werden Brüder", so heißt es in Schillers "Ode an die Freude", die Beethoven hier vertont hat. Im Finale der Neunten wird alles aufgefahren, was die klassische Musik zu bieten hat: Großer Chor mitsamt Gesangssolisten und ein Riesenorchester. Die Melodie der Ode aber ist so einfach, dass sie jeder mitsingen kann - und eignete sich auch darum bestens als Europahymne.

Musik mit Programm: "Till Eulenspiegel" von Richard Strauss

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Trompeten gackern wie Hühner, Hörner blöken wie Kälber."

Till Eulenspiegel
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Haarsträubende Dinge werden von der Musik dargestellt: eine Ohrfeige erschallt, ein ganzer Markt wird zertrümmert und am Ende baumelt sogar noch jemand am Galgen. Es ist wie eine Oper ohne Gesang. In der Programmmusik wird der Komponist zum Geschichtenerzähler. Tatsächlich wollte Richard Strauss aus dem Eulenspiegel-Stoff auch zuerst eine Oper machen.

Harmonie statt Melodie: Bachs "Präludium in C-Dur"

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Bachs Werk funktioniert von selbst!"

Mutter mit Kindern am Klavier
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Es ist eines der bekanntesten Werke Bachs. Aber warum eigentlich? Das Stück hat ja noch nicht einmal eine richtige Melodie. Generationen von Klavierschülern haben sich damit abgekämpft. Technisch stellt es keine große Herausforderung dar, aber seine Akkorde werden von Takt zu Takt komplizierter. Das Präludium ist wie ein großes Eingangsportal in die Welt der Harmonien.

Sendungen: hr2-kultur, Klassikzeit, 22.1.-25.2.2020

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