Musikland-Titelbilder: Klavier

Auch, wenn sie nicht an die Popularität anderer heranreichten, so sind sie doch Meister auf ihrem Gebiet. Hessische Komponisten, die Großes geleistet haben. Wir stellen Ihnen drei von ihnen vor.

Wolfgang Carl Briegel

Er ist einer der sogenannten Kleinmeister des Barock. Wolfgang Carl Briegel reichte zwar nie an die ganz Großen wie Telemann und Bach heran, war aber dennoch ein Meister auf seinem Gebiet. Briegel, wichtig für die Musik am Darmstädter Hof, war Vorgänger von Christoph Graupner, ein Wegbereiter des Hochbarock.

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Das große Cantional
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Briegel tritt 1671 die Stelle als Kapellmeister an der Darmstädter Hofkapelle an. Die musikbegeisterte Landgräfin will das Musik- und Theaterleben in Darmstadt wieder auf Vordermann bringen. Gemeinsam gestalten sie die Darmstädter Hofkapelle zur aufstrebenden Kulturresidenz. Briegel stirbt als einer der bekanntesten Meister im 17. Jahrhundert, Bindeglied zwischen Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach und damit Wegbereiter des Hochbarock.

Johann Andreas Herbst

1623 befindet sich das Musikleben in Frankfurt noch im Dornröschenschlaf. Bis Johann Andreas Herbst nach Frankfurt berufen wird – als erster städtischer Musikdirektor. Herbst ist musikalisch auf der Höhe der Zeit. Er bringt das moderne mehrchörige Musizieren nach venezianischem Vorbild in die Stadt am Main.

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Barfüßerkirche in Frankfurt, 1628
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Johann Andreas Herbst arbeitet an der Barfüßerkirche in Frankfurt. Er vergrößert das Orchester, besorgt neue Noten und Instrumente, renoviert die Orgel, gründet einen Kapellchor und unterrichtet die Musiker im modernen italienischen Gesangsstil. In seiner Rolle als Komponist hat er vor allem Gebrauchsmusik geschrieben. Herbst schreibt sein geballtes musiktheoretisches und pädagogisches Wissen in mehreren Schriften nieder. Damit beeinflusst er seine Zeitgenossen und nachfolgende Generationen. Die Schriften verfasst er auf Deutsch und nicht wie gewöhnlich in lateinischer Sprache.

Johann Christoph Graupner

Er ist ein bekannter Unbekannter in der Barockmusik: Christoph Graupner war ab 1709 Hofkapellmeister in Darmstadt und wurde einst höher gehandelt als Johann Sebastian Bach. Er wirkte mehr als 50 Jahre am Hofe des Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt und hinterließ ein umfangreiches Oeuvre aus etwa 2000 Werken.

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Die Residenzstadt Darmstadt, 1710
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Während seines Wirkens in Darmstadt bewirbt sich Graupner auf eine Kantoren-Stelle an der Thomas-Kirche in Leipzig. Wunschkandidat der Leipziger Ratsherren ist eigentlich Georg Philipp Telemann, doch der wird zum Leiter der Hamburger Gänsemarkt-Oper ernannt. Nachdem aber Graupners Salär in Darmstadt erhöht wird, fällt die Wahl der Ratsherren auf Johann Sebastian Bach. Das Meiste von Graupners Werk ist heute in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt zu finden.

Sendung: hr2-kultur, Musikszene Hessen, 8.5.2020, 15:04 Uhr

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