Der 1978 in Düsseldorf geborene Severin von Eckardstein gehört zu den wenigen deutschen Pianisten von Weltrang und war im Januar 2020 schon zum dritten Mal zu Gast beim Radio Bremen-Klavierfestival "Auf schwarzen und weißen Tasten". Von Eckardstein hat ein riesiges Repertoire an pianistischen Raritäten, und auch im Bremer Sendesaal präsentierte er einige Stücke, die sonst nur selten zu hören sind.

Severin von Eckardstein, Klavier

Beethoven: Klaviersonate D-Dur op. 28

Gabriel Dupont: "Mélancolie du bonheur", "Le soleil se joue dans les vagues", "Le soir dans les pins", "Clair d’étoiles" und "Houles" aus "La maison dans les dunes"

Chopin: Polonaise-Fantasie op. 61

Medtner: Vier lyrische Fragmente op. 23

Tschaikowsky: "Chant élégiaque", "Un poco di Chopin", "Valse à cinq temps" und "Scène dansante; Invitation au trépac" aus 18 Klavierstücke op. 72

(Konzert vom 18. Januar 2020 im Sendesaal Bremen)

Anschließend:
Ausschnitte aus den Konzerten von Joseph Moog und Marc-André Hamelin vom 11. und 15. Januar 2020 im Sendesaal Bremen

Besonders eindrucksvoll war dabei die Anfang des 20. Jahrhunderts entstandene Suite "La maison dans les dunes" des Debussy-Zeitgenossen Gabriel Dupont. Hier zeigte sich der deutsche Virtuose als Musiker mit überragender Beherrschung des Klaviers und feinsinniger Klangfarben-Maler an den Tasten. Der Kritiker des Bremer "Weserkuriers" schwärmte von Eckardsteins "Fähigkeit, einerseits äußerst subtil und detailliert zu strukturieren, dabei jedoch im steten Spielfluss keinesfalls die Geschlossenheit eines Werkes außer Acht zu lassen". Severin von Eckardsteins Klavierabend war das krönende Finale des renommierten Festivals, das in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum feiern konnte.

Sendung: hr2-kultur, "Konzert", 21.07.2020, 20:04 Uhr.

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