Für die meisten war er einfach der "Papa Groove": Manu Dibango, Saxophonist aus Kamerun und einer der Pioniere des tanzbaren Afro-Jazz. Die meiste Zeit seines Lebens hat er in Frankreich verbracht, aber er war auch in der ganzen Welt unterwegs, um seine Musik zu verbreiten, eine Mischung aus traditionellen Makossa-Rhythmen und westlichem Jazz.

Le Soul Makossa Gang:
Manu Dibango (sax)
Julien Agazar (p)
Valérie Belinga (voc)
Isabel Gonzalez (voc)
Marie Line Marolany (voc)
Claudio de Quieroz (alt sax)
Xavier Sibre (alt sax)
Yann Jankielewicz (alt sax)
Jon Handelsman (tenor sax)
Gilles Miton (bariton)
Patrick Marie Magdelaine (g)
Raymond Doumbe (b)
Guy Nwogang (dr)
François Essindi (perc)

und das Orchestre Lamoureux

(Aufnahme vom 17. Oktober 2019 aus dem Grand Rex in Paris)

Manu Dibango hatte eine wichtige Botschaft im Gepäck: "Man kann nicht weiß auf weißem Untergrund malen und auch nicht schwarz auf schwarzem Grund. Wir sind aufeinander angewiesen, uns gegenseitig zu entdecken", hat er einmal gesagt und für ein respektvolles Miteinander von Menschen aller Hautfarben geworben. Mit "Soul Makossa" schaffte es Dibango als erster afrikanischer Musiker an die Spitze der US-Charts und wurde zu einer allseits geachteten Berühmtheit der Weltmusik, ausgezeichnet u.a. von der UNESCO als "Artist for Peace". Am 24. März dieses Jahres ist Manu Dibango 86-jährig an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Wir erinnern an ihn mit einem Konzert, das noch vor wenigen Monaten unter dem Motto "Safari Symphonique" im Pariser Konzertsaal Grand Rex stattgefunden hat.

Im Anschluss:
Tanzbares vom Festival Radio France Occitanie Montpellier
mit Melissa Laveaux (Haiti/Kanada) und Seun Kuti & Egypte 80 (Nigeria)

(Aufnahmen vom 27. Juli 2018 aus dem Theater Domaine d'O, Montpellier)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 01.06.2020, 20:04 Uhr

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