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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Meine Bilder sollen die Menschen positiv stimmen" - die Malerin Shirin Donia

Malerin Shirin Donia

Seit Mitte März ist das kulturelle Leben weitgehend eingeschränkt. Internationale Stars wie Opernsänger Andreas Scholl oder die Pianistin Tamar Halperin befinden sich ebenso wie der Frankfurter Schauspieler Michael Quast nicht auf den Bühnen. Wie gehen sie und andere Kulturschaffende in Hessen mit der Situation um? Die Malerin Shirin Donia strotzt vor Optimismus.

Sänger, bildender oder darstellender Künstler, Tänzer oder Instrumentalist, sie alle können im Moment nicht auftreten, haben womöglich auch keine Einnahmen. Was macht das mit den Kreativen? Wie ist ihre Stimmung und wie wirkt sich das auf ihre Kunst aus?

Kinder- und Jugendbuchautor Andreas Steinhöfel

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Wir brauchen Träumer, denen es egal ist, ob sie da Reichtümer ernten oder nicht!" Andreas Steinhöfel im Gespräch

Andreas Steinhöfel
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Das Haus liegt abgelegen, rundum nur Wiesen, Baumgruppen und ein Flüsschen, irgendwo hört man auch noch eine stark befahrene Landstraße. Aber eine Klingel scheint es hier nicht zu geben...und keine geschlossene Haustür...dafür einen Hund. Der Kaffee läuft schon. Und für's Gespräch setzen wir uns auf die Terrasse, wo uns Pola, der wuschelige Hund von Andreas Steinhöfel, schon schwanzwedelnd erwartet. Der Schriftsteller selbst lässt sich in den Gartenstuhl plumpsen und wirkt unglaublich tiefenentspannt. Trotz Corona.

Regisseur und Drehbuchautor Rolf Silber

Rolf Silber sitzt auf einem großen, grünen Ball, der Schreibtisch vor ihm ist vollgepackt mit technischem Gerät und Kabeln. Über ihm schwebt an einem Schwenkarm ein großes Mikrophon, vor ihm sind zwei große Bildschirme aufgebaut. Auf dem rechts läuft gerade ein Film ab, bei dem links zeigen viele bunte Balken verschiedene Bild- und Tonspuren an. Und der Regisseur Rolf Silber schiebt diese Balken vorsichtig hin und her. Eine eher ungewöhnliche Arbeit für einen Regisseur.

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Rolf Silber
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Erstaunlich. Diesen Mann da mit blau-weiß-geringeltem T-Shirt und den grauen Haaren scheint die Krise gar nicht zu belasten. Rolf Silber: "Dass man zwischendurch in so eine Art Lockdown-Situation kommt, ist sozusagen in dem Job normal und ich hab mich über die Jahre daran gewöhnt." Denn er war schon immer Freiberufler. "Frei wie ein Vogel", sagt er und lacht. Er hat immer zweigleisig gearbeitet als Regisseur und als Drehbuchautor mit einer Mischkalkulation.

Er lässt den Blick schweifen. Trinkt einen Schluck Kaffee. Und gibt dann zu, dass er sich mit seinen 66 Jahren trotzdem Sorgen macht. Speziell was seine Arbeit beim Film betrifft:

Zitat
„Es kommt ein Aspekt hinzu, vor allem für Darsteller, aber auch für Regisseure: Eventuell gibt es jetzt ein Versicherungsproblem, weil man zur Risikogruppe über 60 gehört. Die Produktion muss Sie ausfallversichern, falls Sie zwischendurch krank werden. Es werden ja jetzt schon Leute rausgeschrieben aus Sachen.“ Zitat von Rolf Silber
Zitat Ende

Rolf Silber dreht sich jetzt zu mir. Schaut mir direkt in die Augen. Er sei bestimmt nicht zynisch, aber diese Pandemie-Situation sei fürs Drehbuchschreiben schon auch inspirierend. Denn Corona, da ist er sich sicher, fließt garantiert jetzt in viele Filmplots mit ein.

Tänzerin und Choreografin Katharina Wiedenhofer

Der Lockdown wird langsam gelockert. Vieles ist wieder möglich, selbst Fitnessstudios und Kinos dürfen wieder öffnen ... und auch Theater. Aber eben nur unter ganz bestimmten Auflagen. Nach wie vor können die meisten Künstler nicht wie gewohnt auftreten. Katharina Wiedenhofer ist Tänzerin und Choreografin. Sie arbeitet normalerweise am Schauspiel Frankfurt, an der Oper oder auch an freien Theatern.

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Katharina Wiedenhofer
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Katharina Wiedenhofer lebt mit ihrem Mann und den zwei Kindern.  Das Herzstück der Wohnung scheint der große Flur zu sein, von dem alle Zimmer abgehen. Ein riesiger Spiegel hängt an der Wand. Und tatsächlich, hier, mitten in der Wohnung, erarbeitet sich die Tänzerin in Coronazeiten ihre Biegsamkeit.

Katharina Wiedenhofer ist eindeutig nicht eingerostet während der Corona-Beschränkungen. Obwohl sie angeblich gerade 'nichts' tut. Diese Frau sprüht vor positiver Energie. Selbst der sogenannte Lockdown kann ihr den Optimismus nicht nehmen. Obwohl sie dadurch eigentlich vollständig aus ihrem Arbeitsalltag am Schauspiel, der Oper und an freien Theatern herausgerissen wurde.

Schlagartig sank das Einkommen auf Null. Da wurde es sogar der Optimistin Wiedenhofer mulmig. Und sie hat überlegt, wie lange sie sich so über Wasser halten könnte. Es ist ihr nicht leicht gefallen. Aber die Tänzerin hat tatsächlich bei der Stadt angerufen und den Zuständigen dort gefragt, ob sie irgendeine Unterstützung kriegen könnte:

Zitat
„Und dann sagte er, ja, es gäbe 800 bis 1200 Euro dazu, aber ich müsste ein Video schicken, damit sie sehen, dass ich weiterhin kreativ bin. Sie sind da auch nicht so streng, also könnt ich auch im Garten das Video drehen. Und dann hab ich gefragt: Also ich könnte im Garten mit den Gänseblümchen tanzen, das reicht damit ich Geld krieg? Ja, das würde reichen.“ Zitat von Katharina Wiedenhofer
Zitat Ende

Die Tänzerin und Choreografin stellt sich im Moment besonders breit auf: Sie hat nämlich vor, mit Jugendlichen Bewegungen und Tanzeinlagen aus deren Lieblings-Computerspielen zu filtern und daraus kleine Videos zu machen. Die Idee ist gerade erst entstanden, aber sie hat trotzdem schon Sponsoren für dieses Projekt. Trotz Krise.

Schauspielerin Katharina Kurschat

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Katharina Kurschat
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Katharina Kurschat verbringt momentan viel Zeit auf ihrem kleinen Balkon. Eigentlich spielt sie zurzeit als Gast am Schauspiel Frankfurt. Doch die Hälfte ihrer Arbeit fällt jetzt weg, wie auch das Stück Patentöchter, in dem sie dem Publikum nahe kommt. Das Publikum sitzt an einem langen Tisch und sie und ihre Kollegin spielen quasi um die Zuschauer herum.

Tatsächlich ist oder wäre dieses erste Engagement für sie aber noch viel mehr, quasi eine Art gespielte Visitenkarte. Dieses Sprungbrett für neue Engagements fällt jetzt weg. Und auch der Hochschulbetrieb findet nur noch online statt.

Zitat
„Ich bin so eingerostet. Wir haben die Möglichkeit in die Hochschule zu gehen, ich habe einen Probenraum. Ich kann mich warm machen, kann Stimmübungen machen. Aber das ersetzt nicht das Gefühl, vor Publikum zu spielen. Denn alleine in einem Raum zu sein ohne jemanden, das ist überhaupt nicht befruchtend.“ Zitat von Katharina Kurschat
Zitat Ende

Und dann ist da noch ihre Abschlussarbeit. Sie muss eine Geschichte entwickeln, eine Dramaturgie dazu und eigentlich sollte die dann vor einer Jury aufführen. Aber jetzt performt Katharina Kurschat als Livestream vor dem Computer. "Ich sitze vor diesem Computer und fühl mich ist ganz furchbar, weil ich weiß nicht mit wem ich rede", sagt sie.

Finanziell hat die Schauspielstudentin Glück. Ihr Eltern unterstützen sie noch. Für sie sei es eher so ein emotionaler Faktor, "dass total viel wegfällt von den Dingen, die einem Spaß gemacht haben, auf die man sich wahnsinnig gefreut hat".

Kabarettist Severin Groebner

Severin Groebner erinnere sich vage an den Alltags-Rhythmus vor dem Lockdown: Donnerstags ging's mit dem Zug los, dann das Wochenende über Auftritte in ganz Deutschland - von Niedersachsen bis Bayern, gern auch mal in Österreich und am Montag ging's zurück nach Frankfurt. Dazwischen war Zeit für seinen kleinen Sohn und wenn der in der Kita war, auch für all seine Ideen.

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Severin Groebner
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Seit Wochen schmeißt der Kabarettist jetzt den Haushalt und bespaßt seinen vierjährigen Sohn, während seine Frau im gemeinsamen Arbeitszimmer hochkonzentriert von einer Telefonkonferenz zur nächsten schaltet. Sie also arbeitet, aber er langweilt sich nicht: "Ich hab jetzt Brotbacken gelernt und ich kümmer mich um meine Tomaten, aber das sind halt alles so Überbrückungsmaßnahmen. Ich hab auch einen Videoblog ins Leben gerufen."

Und der heißt passenderweise Dekamerone 2020, frei nach dem Werk von Boccacio, in dem mehrere Leute während der Pest 10 Tage isoliert sind und sich lustige Geschichten erzählen. Das tut Severin Groebner jetzt auch und schon länger als 10 Tage. Manchmal rapt er auch in seinen Folgen, oder experimentiert mit kruden Geräuschen.

Severin Groebner scheint vor Ideen fast zu platzen. Aber der Videoblog oder auch der Podcast, den er mit Satiriker Uli Höhmann macht, das sei vor allem Marketing, falls es je wieder Auftrittsmöglichkeiten nach Corona gibt und noch mehr.

Das aber ist kein Vergleich mit einem Auftritt auf einer richtigen Bühne. So richtig Geld verdienen kann er damit auch nicht. Denn bisher hat er keinerlei finanzielle Unterstützung bekommen und von der Kulturförderung des Landes, die man ab 1. Juni beantragen kann, erwartet er auch nicht viel. Nicht für die Künstler und schon gar nicht für die Bühnen: "Wenn wirs überleben, ja schön, aber überlebt's unsere Infrastruktur?"

Musiker Martin Lejeune

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Martin Lejeune
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Martin Lejeune kämpft. Mit einer guten Internetverbindung zum einen, für seinen Online-Kurs, den er normalerweise am Peter-Cornelius-Konservatorium im rheinland-pfälzischen Mainz gibt. Der Musiker ist froh, dass er wenigstens noch virtuell unterrichten kann. Aber trotz enormer Einbußen wirkt der Jazzmusiker ziemlich entspannt.

Zitat
„Ich hab ja auch schon vorher das Risiko gehabt, dass ich nicht weiß, was im nächsten Jahr reinkommt, insofern bin ich nicht ganz so angespannt, was das Geld angeht. Wenngleich auch ich mir Gedanken machen muss wie's weitergeht.“ Zitat von Martin Lejeune
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Was ihm aber speziell als Jazzmusiker richtig zu schaffen macht, ist die Kontaktsperre. Das betrifft die Interaktion mit dem Publikum als auch mit den Musikern.

Schauspieler Michael Quast

Michael Quast bringt die momentane Lage gleich auf den Punkt: "Die Stimmung ist nicht gut und es sieht beschissen aus!"

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Michael Quast
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Er spricht gar nicht von seiner persönlichen, privaten Situation, sondern von der beruflichen. Denn Michael Quast ist nicht nur Schauspieler, sondern leitet auch die "fliegende Volksbühne", ein Theaterensemble, das erst im Januar eine eigene Spielstätte bekommen hat und jetzt nicht mehr fliegend sondern sesshaft geworden ist.

Das Theater steht leer. Er gehe trotzdem regelmäßig dorthin, ins Büro. Denn die verkauften Karten müssen zurückgegeben, umgetauscht oder als Spenden verbucht werden. Und die restliche Zeit ist er Zuhause, verbringt die Tage mit seinen drei Kindern und seiner Frau.

Zitat
„Das schlimmste Gefühl, ist die Ungewissheit in der wir uns befinden, und das ist bei den Theatern extrem, weil wir ja ganz hinten in der Reihe stehen, das ist schon ein grässlicher Zustand, ich fühl mich schon schlecht behandelt.“ Zitat von Michael Quast
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Wobei er zugeben muss, dass es ihm selbst vergleichsweise gut geht. Denn das Theater wird städtisch gefördert und das Geld reiche aus, wenigstens jetzt im Lockdown ohne Proben- und Aufführungskosten, um zu überwintern.

Pianistin Tamar Helperin und Countertenor Andreas Scholl

In Kiedrich lebt das Künstlerpaar in einem modernen Anbau im Hinterhof, wenn sie nicht auf Tournee irgendwo in der Welt unterwegs sind. Aber jetzt ist Lockdown, weltweit. Alle Konzerte sind abgesagt. Und das trifft dann auch internationale Stars wie Andreas Scholl und seine Frau Tamar Helperin.

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„Solange keine Konzerte stattfinden, verdienen wir beide nichts“ Zitat von Andreas Scholl
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Man merkt Andreas Scholl an, dass ihm dieser finanzielle Engpass ziemlich an die Substanz geht. Er wirkt angespannt. Aber warum? Ein internationaler Star wie er hat doch bestimmt was auf der hohen Kante.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Tamar Halperin und Andreas Scholl

Kulturlunch 19/20 Countertenor Andreas Scholl und Pianistin Tamar Halperin
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"Ja natürlich, wir haben Geld gespart," sagt er - aber investiert, in vier Platten, die das Paar aufgenommen hat. Denn CDs oder Platten machen schon lange nicht mehr die Plattenfirmen, sondern die Künstler finanzieren das selbst. Quasi als musikalische Visitenkarte, mit Opernhäuser und Konzertveranstalter aufmerksam gemacht werden. Und nur mit den Aufführungen verdienen sie wirklich Geld.

Aber es ist nicht nur das Finanzielle, das Andreas Scholl zu schaffen macht: "Meine Eltern haben einen Obst- und Gemüsehandel gehabt, da ging's immer ums Geschäft und hart arbeiten. Dazu noch katholisch erzogen, das heißt, wenn ich einen Tag nix gemacht hab produktiv, dann fühl ich mich schon mal schuldig. Weil eigentlich muss ich doch was tun, ich muss doch aktiv sein."

Tamar Harperins Problem ist ein anderes: "Ich vermisse sehr, mit andere Leuten zu musizieren und dieses Gefühl in einem Raum mit 500 Leuten, 1.000 Leuten zu sein, zusammen zu atmen und Musik zu machen, das ist mein Leben und das vermiss ich natürlich."

Andreas Scholl will wie so viele andere Künstler jetzt online gehen. Es weiß, dass damit womöglich kaum Geld zu machen ist. Aber darum geht es nicht, betont der Countertenor. Es geht ums Miteinander, und ja, auch ums gesehen werden.

Performancekünstler Gerhard Lang

Ein Pferdehof, eine Handvoll Häuser, der Turm des ehemaligen Wasserschlosses Nauses und rundherum Wald und Wiesen. Gerhard Lang lebt definitiv idyllisch, aber auch abgeschieden. Deshalb trifft ihn die Kontaktsperre und Distanzpflicht nicht wirklich, versichert er.

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Kopfhörer liegen auf einem Handy
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Aber so ganz stimmt das nicht, denn natürlich hat er über Telefon und Internet schon auch Kontakt zur Außenwelt. Und vor Corona haben die Vorbereitungen zu Ausstellungen, Absprachen zu Texten oder Reiseplanung manchmal schon ganz schön Druck erzeugt.

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„In New York, da sind sie von Ausstellungen getrieben. Das hat ja alles nicht stattgefunden, das heißt, die Ruhe die dort eingekehrt ist, ist ungewollter Weise dann auch zu mir rübergekommen.“ Zitat von Gerhard Lang
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Für seine Arbeit war das gut. Denn im Moment muss er nirgends hinreisen. Nicht mal zu den Ausstellungen, in denen seine Werke im Moment gezeigt werden. Bis September hat Gerhard Lang also erst mal frei.

"Für mich hat die Kunst immer schon die Aufgabe gehabt, dass wir diese Welt nicht nur im Sinne des Verständlichen betrachten, sondern, dass wir auch die andere Seite dieser Welt wahrnehmen. Das, was eben nicht verständlich ist, Dinge, die wir nicht nachvollziehen können, die uns irritieren, die und fremd sind, unangenehm. Und das ist jetzt noch wichtiger als vor Corona."

Der internationale Lockdown ist zwar gut für seine künstlerische Arbeit, aber nicht unbedingt für seinen Geldbeutel. Denn immer noch sind viele Galerien geschlossen, seine Kunst kann also von potentiellen Käufern kaum gesehen werden. Auch eine andere Einnahmequelle ist weggebrochen: Weil die Kunsthochschulen in Mainz, Kassel, Wien oder Edinburgh geschlossen sind, kann er auch nicht unterrichten.

Sendung: hr2-kultur, Kulturcafé, 10.5.-22.5.2020, 16:05 Uhr - 18:00 Uhr

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