Der Fall der Berliner Mauer beendete die über vierzigjährige Spaltung zwischen Westen und Osten und wurde so zum Symbol für das Ende der Teilung Europas. Man erhoffte sich "blühende Landschaften" und ein soziales und wirtschaftliches Zusammenwachsen der Länder. Was ist vom damaligen Optimismus heute noch geblieben?

1989 endete nicht nur eine Epoche der deutschen Geschichte. Auch der Ost-West Gegensatz schien in der Folge glücklich überwunden, offene europäische Grenzen und Demokratisierung ehemaliger Diktaturen verhießen eine bessere Zukunft.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found 30 Jahre nach dem Mauerfall – Mehr Aufbruch wagen!

Eine Fahrzeugkolonne schiebt sich am 10.November 1989 in Richtung West-Berlin vorbei am Checkpoint Charlie.
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Längst ist diese Aufbruchsstimmung einem politischen Kater gewichen. Innerhalb Europas sind neue Spaltungen entstanden, und auch global haben Mauern und Grenzen wieder Konjunktur. Sorgen um soziale Sicherheit, künftigen Wohlstand und ökologische Angstvisionen sind an die Stelle der 89er-Euphorie getreten.

Die 47. Römerberggespräche nehmen das Jubiläum des Mauerfalls zum Anlass einer kritischen Bilanz der globalen Gegenwart: Wo verlaufen heute die großen Konfliktlinien und Gräben, und wo müsste 2019 ein vergleichbar mutiger Aufbruch in eine neue Epoche gewagt werden?

Am 2. November diskutieren darüber die Wissenschaftler*innen Ivan Krastev, Thomas Biebricher, Steffen Mau, Patrice G. Poutrus, Manuela Bojadžijev, Jana Hensel und Stephan Lessenich im Schauspiel Frankfurt. Hadija Haruna-Oelker und Uwe Berndt moderieren die Veranstaltung. In der "Kulturszene Hessen" senden wir Ausschnitte aus den Vorträgen und Diskussionen.

Weitere Informationen

Die Frankfurter Römerberggespräche sind eine feste Institution der Debattenkultur in Deutschland. Seit 1973 widmen sie sich aktuellen gesellschaftlichen Themen: Wissenschaftler, Essayisten und Künstler erörtern in öffentlichen Vorträgen, Dialogen und Diskussionsrunden die politischen, kulturellen und intellektuellen Themen der Gesellschaft. Die Römerberggespräche werden finanziell von der Stadt Frankfurt am Main und dem Land Hessen getragen.

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Sendung: hr2-kultur, Kulturszene Hessen, 09.11.2019, 18:04 Uhr

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