Welchen Einfluss hatte die jahrhundertelange Verfolgung und Diskriminierung von Sinti und Roma auf ihre künstlerische Kreativität? Kunst und Kultur von Roma und Sinti sind bisher in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt – inzwischen aber melden sich immer mehr jüngere Künstlerinnen und Künstler mit Sinti- oder Roma-Hintergrund selbstbewusst zu Wort. Das Projekt Mare Manuscha bietet einen Einblick in ihr Schaffen – und lädt zum Dialog ein.

Auch wenn in jüngster Zeit einzelne Werke zur Kunst und Literatur von Roma und Sinti erschienen sind, ist die Innensicht dieser Gruppen kaum bekannt. Mare Manuscha, ein Buchprojekt der Stiftung Faust Kultur, will dies ändern und führt dafür wichtige Stimmen der kulturschaffenden Sinti und Roma zusammen.

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Das Buch zeigt, so der Herausgeber und Europaparlamentsabgeordnete Romeo Franz, "dass Menschen mit Romno-Hintergrund in Europa keine homogene Gesellschaft, vielmehr ganz unterschiedlich sozialisiert und immer Bürgerinnen und Bürger ihres Heimatlandes sind – und das seit Jahrhunderten. Aber trotz unserer Heterogenität verbindet uns etwas Gemeinsames, und das ist die kollektive Erfahrung, vom Antiziganismus betroffen zu sein, der uns seit Jahrhunderten eine gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft der Mehrheit verwehrt."

Veranstaltung

Am 14. November wurde das Buchprojekt im stadtRAUMfrankfurt vorgestellt.

Mara Manuscha Veranstaltung


Neben den Herausgebern Romeo Franz und Cornelia Wilß sprachen Joachim Brenner, der Leiter des Fördervereins Roma e.V., der Fotograf Alexander Paul Englert, der Rapper Romeo Gitano und die Bürgerrechtlerin Ilona Lagrene.

Mare Manuscha - Veranstaltung

Der Philharmonische Verein der Sinti und Roma Frankfurt am Main e.V. unter künstlerischer Leitung von Riccardo M. Sahiti gestaltet den musikalischen Rahmen. Armin von Ungern-Sternberg moderierte.

In der Kulturszene Hessen senden wir einen gekürzten Mitschnitt.

Sendung: hr2-kultur, Kulturszene Hessen, 1.12.2019, 12:04 Uhr
Wiederholung: 21.12.2019, 18:04 Uhr

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