Eine Welt zwischen Romantik und Fortschrittsglauben – im 19. Jahrhundert gab es in Wissenschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur tiefgreifende Umbrüche, die bis heute nachwirken. Von der hessischen Bergstraße gingen dabei immer wieder wichtige Impulse aus.

Die Etablierung des Nationalstaats und das Aufkommen der Demokratiebewegung, der Triumph von Naturwissenschaften und Technik und eine neue Mobilität gingen einher mit Aufbrüchen in der Architektur, in der Kunst, mit Reisen und aufkommendem Tourismus.

Dieser Aufbruchsgeist des 19. Jahrhunderts fand in der südhessischen Literatur nicht nur seinen Spiegel, sondern auch einige seiner größten Visionär*innen. Die 1848er Revolution bekam hier entscheidende Impulse, hier träumte Georg Büchner von der politischen Freiheit, seine Schwester Luise von der Emanzipation der Frauen. Die Bergstraße öffnete sich zur großen Welt, hieß reisende Schriftstellerinnen wie Elizabeth Gaskell willkommen, und träumte selbst von Abenteuern in der Ferne. Tradition und Fortschritt, Romantik und Reiselust trafen hier aufeinander.

Ein Kolloquium auf dem Schloss Heiligenberg am 6. und 7. März widmet sich den kulturellen und wissenschaftlich-technischen Neuerungen sowie den politischen Umwälzungen des 19. Jahrhunderts. Mit Vorträgen von wissenschaftlichen Expert*innen, mit einer Spurensuche in der Region und einer Lesung historischer und literarischer Texte öffnet es den Blick für diese Entwicklungsimpulse und ihre Auswirkungen bis in die heutige Zeit.

Das Kolloquium wurde von der Stiftung Heiligenberg, der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, dem Institut für Personengeschichte, der Akademie auf dem Felsberg und hr2-kultur veranstaltet.

In der Kulturszene Hessen stellen wir das Kolloquium vor. Einen zweiten, literarischen Teil unseres Mitschnitts können Sie am 13.4.2020 um 12:04 Uhr hören.

Sendung: hr2-kultur, Kulturszene Hessen, 10.04.2020, 12:04 Uhr.
Wiederholung um 23:04 Uhr.

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